Das bestätigten Institutsvertreter der Financial Times Deutschland. Bislang lagen in der Regel drei Tage dazwischen. "Mit dem neuen Termin soll verhindert werden, dass wie bisher am Wochenende zwischen Fertigstellung und der öffentlichen Vorstellung Inhalte an die Presse durchsickern", sagte Roland Döhrn, Konjunkturchef am RWI-Institut in Essen, wo die Experten ab 10. Oktober die Gemeinschaftsdiagnose erarbeiten. "Zudem gab es eine Terminkollision mit der Vorstellung der Jahresprojektion des Wirtschaftsministeriums", sagte Döhrn.
Bisher wurde das Gutachten traditionell erst Anfang der Woche zunächst den Ministerien und am Dienstag nach Fertigstellung der Öffentlichkeit präsentiert. Zum Missfallen des Wirtschaftsministeriums, das die Prognose finanziert, waren in der Zwischenzeit aber regelmäßig die Wachstumsdaten bekannt geworden. Die Institute hatten daher schon beim letzten Gutachten im Frühjahr den Wunsch geäußert, die Prognose schneller zu veröffentlichen. Das Ministerium hatte sich damals nicht zu einer schnellen Entscheidung durchringen können.