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Merken   Drucken   14.10.2009, 13:07 Schriftgröße: AAA

Integrationsdebatte: Steckbrief für einen Sarrazin light  

Kommentar Die scharfe Reaktion auf Thilo Sarrazins migrantenfeindliche Worte hat vor allem eines gezeigt: In der deutschen Integrationsdebatte fehlt es an deutlichen Worten an alle Seiten - aber ohne Polemik. Die neue Regierung sollte Abhilfe schaffen. von Friederike von Tiesenhausen 
Ohne Zweifel: Thilo Sarrazin  hat der Integration in Deutschland geschadet. Mit seinen pauschalen Äußerungen über Migranten, die von Sozialtransfers leben und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produzieren, hat er sich im Ton vergriffen. Zwar gibt es das von Sarrazin beschriebene Phänomen. Mit seinem polemischen Rundumschlag hat er es jedoch geschafft, große Bevölkerungsgruppen zu beleidigen.
Zumindest ein Gutes hatten die Einlassungen des notorischen Provokateurs aber: In diesen Tagen entscheidet die neue schwarz-gelbe Koalition neben Steuersenkungen auch über die Integrationspolitik der nächsten vier Jahre. Es geht um Programme, aber auch um Personalien. Man kann nur hoffen, dass die von Sarrazin losgetretene aufgeregte Debatte Kanzlerin Merkel vor Augen geführt hat, dass beim Thema Integration einiges im Argen liegt. In der Sache selbst. Aber vor allem in der Art, wie verzagt darüber immer noch diskutiert wird.
Es braucht kein Integrationsministerium

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  • Aus der FTD vom 14.10.2009
    © 2009 Financial Times Deutschland,
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Kommentare
  • 20.10.2009 02:17:26 Uhr   Frank Schmidt: Sarrazin - Ein Ausländerfeind?

    Ein Mann läuft, laut "Feuer, Feuer" rufend, aus einem Gebäude, hoffend auf Hilfe für Haus und Anwohner.
    Kein Mensch würde diese Person Brandstifter, sondern vielmehr Brandmelder nennen.
    Nicht so in unserem Land: Thilo Sarrazin wird in allzu durchsichtiger, teils
    primitiver und intellektuell höchst einfacher, kaum zu unterbietender
    Art und Weise in die Ecke des Brandstifters gestellt.
    Anstatt sich inhaltlich mit seinen (unwiderlegbaren) Thesen auseinanderzu-
    setzen, schweigen Polikter aus der ersten Reihe, blöken Pseudo-Intellektuelle
    von sogen. ausländerfeindlichen Tiraden, verlangen Vertreter der "Linken",
    "Türkischen und Jüdischen Gemeinde" den ausländerfeindlichen Sarrazin
    zu verurteilen , ihn aus allen öffentlichen Ämtern zu entfernen.
    Eine sehr simple Art, sich der inhaltlichen Problematik zu entziehen, wie mir scheint.
    Seit mehr als 25 Jahren werden zum Thema Integration (primär türkischer und arabischer Herkunft) Debatten geführt, Appelle an die Zuwanderer gesandt,
    Podiumsdiskussionen durchgeführt und runde Tische gebildet.
    Der Erfolg dieser Maßnahmen ist - sieht man einmal von der Zeit- und Geldver-
    schwendung ab - gleich Null.
    Möchte man volkswirtschaftlich nicht in eine Katasphore laufen, bleibt - die "Linken nebst sonstigen Träumern" mögen es mir verzeihen - nur die Alter-
    native die Integration mit Sanktionen zu beschleunigen.
    Fehlende Bemühungen um eine deutsche Spracherlangung, fehlende Teilnahme
    an Elternsprechtagen durch Erziehungsberechtigte, das Hinnehmen oder Födern, dem Schulunterricht fernzubleiben und die fehlende Bereitschaft, den
    Werten des GG Vorrang vor religiösen Vorstellungen zu gewähren, kann man
    nur dadurch begegnen, indem man sprürbare Sanktionen androht und notfalls
    durchsetzt; die denkbare Palette reicht von Kürzungen der sozialen
    Leistungen über die Streichung des Kindergeldes.
    Man darf sich auch nicht davor scheuen, die Polizei zur Wahrnehmung der Schulpflicht einzusetzen.
    Es reicht bei weitem nicht, einen gemeinsamen Feiertag auszurufen, wie es
    Vertreter der "Türkischen/Jüdischen Gemeinde" und leider auch Vertreter
    meiner eigenen (linken) Partei meinen.

  • 16.10.2009 22:07:16 Uhr   achim: Warum
  • 16.10.2009 00:34:10 Uhr   Volksbeauftragter: Kopfrechen schwach?
  • 15.10.2009 19:37:51 Uhr   Stephan Fröhder: Empfehlenswerter Kommentar!
  • 15.10.2009 10:59:28 Uhr   jmb: Akademische Taxifahrer
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