Bei der Abstimmung im bevölkerungsreichsten Bundesland geht es nicht nur um die künftige Landesregierung in NRW. Die Wahl ist auch ein Test für die schwarz-gelbe Koalition in Berlin. Die FTD berichtet vom Wahlkampf und analysiert die Chancen der Parteien.
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Bei Fragen rund ums Abo wenden Sie sich bitte an unsere Service-Zentrale unter kundenservice@ftd.deIn NRW haben die Bürger eine linke Mehrheit dann gewählt, wenn nicht eine Mehrheit CDU, FDP, Bündnis 90/Grüne zustande kommt. Über diese Alternative wird scheinbar gar nicht diskutiert - weil Bündnis 90/Die Grünen nicht springen. Warum aber muss dann die FDP in einer Koalition mit SPD und Bündnis 90/Grünen mittun? Gar nicht, hat die FDP-NRW doch vor den Wahlen auf ihrem Parteitag für alle erkennbar beschlossen, nicht mit jenen zu verhandeln und zu koalieren, die mit den Linken verhandeln. - Eine klare Ansage! - Exakt darauf vertrauend, hat die Über-Ypsilanti Frau Kraft sich vor den Wahlen im Hinblick auf die Linken stets nur pflaumenweich geäußert, um nun nach den Wahlen deshalb zugleich mit dem (Schein-) Angebot an die FDP auch den Linken Gespräche angeboten. Sie wusste, die FDP würde unter diesen Bedingungen ablehnen (müssen) und den Weg freigeben in die strategisch angestrebte Position, die in nicht zu ferner Zukunft auf eine "Wiedervereinigung" von SPD und Linken hinauslaufen soll (Vision Lafontaine)l. - Die Linken mögen keine Kommunisten sein; es sind Politprofis, die als Analysten des politischen Marktes Bedürfnisse wecken und so tun, als ob sie diese erfüllen könnten - zum Preis einer privilegierten politischen und beruflichen Existenz auf Kosten eben jener, denen ihre Versprechungen gelten. Darüber mag man sich wundern oder grämen, bekommt doch in einer Demokratie ein jedes Volk, was es sich wählt.