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Merken   Drucken   01.09.2009, 18:28 Schriftgröße: AAA

Kolumne: Münchau - Merkels Restlaufzeit  

Für die Kanzlerin lauert die Gefahr nicht bei der Wahl, sondern in den beiden Jahren danach. Nur gemeinsam mit der FDP wird Merkel die nächste Legislaturperiode überstehen. Bei einer Fortsetzung von Schwarz-Rot drohen ihr ein Koalitionscoup der SPD - und eine parteiinterne Revolte. von Wolfgang Münchau 
Bislang sind die meisten Beobachter dieses Bundestagswahlkampfs davon ausgegangen, dass Angela Merkel Bundeskanzlerin bleibt, egal wie die Wahl ausgeht. Vielleicht gibt es erneut eine Große Koalition oder ein schwarz-gelbes Bündnis. Aber angesichts der Umfragewerte ist es nicht einfach, sich Frank-Walter Steinmeier als Bundeskanzler vorzustellen. Allein schon aus diesem Grund stehen wir vor einer der langweiligsten Bundestagswahlen in der Geschichte des Landes.
Nach dem vergangenen Wochenende sollte man sich die Frage nach einer möglichen Abwahl Merkels aber zumindest stellen. Ich rechne nach wie vor nicht damit. Nur sollte man die Wahrscheinlichkeit eines Merkel-Siegs, wie auch immer man ihn definieren mag, nicht mit 100 Prozent ansetzen. Worin bestehen also die Gefahren für die Bundeskanzlerin?
Die größte konkrete Gefahr besteht in einem übermäßigen Vertrauen in die Umfrageergebnisse. Aus irgendeinem Grunde, den ich nicht verstehen kann, liegen politische Umfragen in Deutschland viel öfter und stärker daneben als in anderen Ländern. Natürlich gibt es überall einmal Pannen, wie etwa in Großbritannien im Jahre 1992 und in den USA im Jahre 2004, als die Demoskopen jeweils den Herausforderer weit vorn gesehen hatte. Das Problem ist jedoch, dass sich derartige Pannen in Deutschland zu häufen scheinen.

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  • Aus der FTD vom 02.09.2009
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Kommentare
  • 07.09.2009 13:28:30 Uhr   melanie: Wer wird Kanzler?

    Egal wer regiert ,, wer Kanzler wird, die nächste Legislaturperiode, sie werden sie nicht zu Ende regieren. Wenn die Fehler im System, die sich eingeschlichen haben ,nicht korrigiert werden.
    Das system wird an ihren eigenen Machenschaften zerbrechen. Dann wir
    erst mal Chaos sein, ein Vakum- alles ist dann möglich..
    Darauf sollten wir uns vorbereiten.
    Sonst werden wir wieder mal überrascht von den Ereignissen, genau wie
    mit der Finanzkise..Auch sie wurde geleugnet bis zum letzten Tag.
    Sollten alle gegebenen Bürgschaften eingelöst werden müssen, dann ist Feierabend.
    Momentan ist keinerlei wirksame Korrektur zu erkennen.
    Es gilt- weiter so. Doch das wird niemals funktionieren.
    man kann alle Parteien auf de rListe derzeit von Nr. 1 - Nr. 5---das sind die sog. Etablierten- vergessen. Im grunde genommen ticken sie alle gleich.
    Sie unterliegen alle dem gleichen Denkfehler,.
    Wer Veränderung will, muß sich eine suchen unter denen, die danach kommen.
    Wer den Sumpf trocken legen will, muß "noch"- Aussenseiter wählen.
    Wer legt den Finanzsumpf trocken, wer bringt Ordnung ins Finanz- Chaos?
    Ansonsten werden wir von diesem Finanzdesaster aufgefressen.
    Der hat unsere Stimme verdient.
    Von den vorhandenen hackt doch einer dem anderen kein Auge mehr aus.
    Um die Skandale ans Licht zu bringen, braucht es neue Besen, die kehren bekanntlich gut.

  • 01.09.2009 23:19:29 Uhr   saubermann: Merkel
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