Auswahl und Urteil - FTD-Autoren berichten über Wirtschaft, Politik und Gesellschaft
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Bei Fragen rund ums Abo wenden Sie sich bitte an unsere Service-Zentrale unter kundenservice@ftd.deDer Artikel ist leider völlig danebengegriffen. Besonders ärgerlich der Satz "Aber muss man deshalb die Migrantenkinder länger als in der Grundschule ertragen? Soll der Sohn der Rechtsanwaltsfamilie nach dem mäßig abgeschlossenen Jurastudium Sachbearbeiter werden, weil das koreanische Mädchen von nebenan den besseren Abschluss hat?" SO EIN UNSINN! Hätte sich der Autor in Hamburg umgeschaut (hat er das?), dann hätte er festgestellt: Es nützt Ahmed und seiner problembeladenen Schule im Migrantenstadtteil Veddel null & nichts, wenn Alexanders funktionierende Schule im bürgerlichen Stadtteil Nienstedten zerschlagen wird. Ahmed kommt trotzdem nicht nach Nienstedten und Alexander nicht nach Veddel - es sei denn, wir führten "busing" ein (für den Autor etwa denkbar?). Ob der schlichten Erkennnis, dass eine flächendeckende Schulstrukturreform sinnfrei ist, haben übrigens tausende türkische Mitbürgerinnen und Mitbürger mit für das HamburgerVolksbegehren unteschrieben (der Autor hat mitgesammelt, weiss das also aus eigenem Erleben). Auf die Frage nach dem Warum sagten mir diese Schulreformkritiker, sie wollten nicht ständig als Versager hingestellt werden, denen man "helfen" müsse. Sie seien daran interessiert, ihre Kinder weiterzubringen - "nach oben". Der Artikel liest sich gut. Nur ist er falsch.