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Gesamtaufwand 2003 des VW Konzerns 75,0 Mrd. Personalaufwand gesamt 13,2 Mrd. Euro=17 %. Bei einer Beitragserhöhung Rentenversicherung um 0,4% würde sich unter Zugrundelegung der Kostenstruktur und des Zahlenwerkes der G.u.V.-Rechnung des VW-Konzerns als Beispiel, sich durch die Rentenbeitragserhöhung in Höhe von 0,4%-Punkten folgende "Mehrbelastung" des Betriebes ergeben: Der Arbeitgeberanteil würde sich erhöhen von 136 Cent je 100 Euro Gesamtbetriebsaufwand auf 140 Cent je 100 Euro steigen. Die Gesamt-Betriebskosten erhöhten sich somit annähernd um 4 Cent pro 100 EUR. Die betriebswirtschaftliche "Mehrbelastung" im Mittel beliefe sich auf nicht mehr als gerade einmal etwa steuerrechtlich 2 Cent pro 100 Euro. Und auch diese "Belastung" dürfte betriebswirtschaftlich kaum eine ertragsmindernde Größe darstellen, da sie schlicht auf die Preise umgelegt wird, so dass sich die ganze "Lohnnebenkosten-Diskussion" als ein verlogenes Täuschungsmanöver darstellt. Auch das "Wettbewerbsargument" ist, auf binnenwirtschaftlicher Ebene, absurd, weil alle Unternehmen im Lande bekanntlich die gleichen "Lohn-Nebenkostenbelastungen" tragen.
Die Beiträge sind seit 1993 (also seit 10 Jahren) für Arbeitgeber und -nehmer sowohl zur gesetzlichen Renten- als auch zur Krankenversicherung um lediglich 1%-Punkt gestiegen, zur Arbeitslosenversicherung sogar um 0%-Punkte. Daraus lässt sich erkennen, dass es für die jetzt künstlich dramatisch in Szene gesetzte "Reform der Sozialsysteme" nicht den geringsten systemspezifischen Anlass gibt, es sei denn, dass Absichten den wirklichen Grund hierfür darstellen, um den Milliardenmarkt, den die sozialen Sicherungssysteme absorbieren, in die Versicherungs- und Finanzwirtschaft umzuleiten. Die Versicherungswirtschaft erhofft sich davon nämlich Zuflüsse in Höhe von etwa 1,5 Billionen Euro (Die Zeit, 21.06.2000, S.21).
@ TE: Wo liegt das Problem für die Wirtschaft, wenn, wie aufgezeigt, ein Betrieb z.B. durch die Rentenbeitragserhöhung pro 100 EUR Gesamt-Betriebskosten allenfalls etwa 2 Cent an "Lohnnebenkosten" aufzubringen hat, wenn die Epigonen dieses null und nichtigen "Lohnnebenkosten-Lamentos" sich nicht einfach lächerlich machen wollten?