Kein Wunder auch, dass sich ein Bremer Bundestagsabgeordneter der SPD den Forderungen anschließt. Denn auch in der Hansestadt hängen viele Arbeitsplätze vom dortigen Mercedes-Werk ab. So weit, so durchsichtig.
Die Bundesregierung steht den Begehrlichkeiten bisher ablehnend gegenüber - so sollte es auch bleiben. Die Abwrackprämie mag in einer Extremsituation ihren Zweck erfüllt haben, doch sie wirkt auch als Droge. Wer der Autoindustrie noch mehr gibt, macht sie noch abhängiger. Dabei braucht die Branche nichts dringender als eine Entziehungskur.
Die weltweiten Überkapazitäten sind das große Problem der Hersteller. Doch statt die Krise als Chance zu begreifen, die strukturellen Defizite zu beseitigen, wird mit Steuermilliarden gerettet, was kaum noch zu retten ist. Die Probleme bleiben nach der Erholung der Wirtschaft die alten.