Streitthema: Die Grünen wollen das Bahnprojekt "Stuttgart 21" stoppen
Die Grünen-Landesvorsitzenden Petra Selg und Daniel Mouratidis bewerteten den Wahlausgang in Stuttgart als sensationell. Die Grünen seien jetzt faktisch eine Volkspartei in der Landeshauptstadt.
Mit 16 Sitzen stellen sie die stärkste Fraktion im Stuttgarter Gemeinderat. Die CDU folgt mit 15 Mandaten vor der SPD mit elf Sitzen. Von den übrigen Parteien bekamen die FDP sieben, die Freien Wähler sechs, die Wählervereinigung "Stuttgart Ökologisch Sozial" drei, die Linke zwei und die rechtsradikalen Republikaner einen Sitz. Grüne, SPD, "Stuttgart Ökologisch Sozial" und die Linkspartei verfügen mit 31 Gemeinderäten über eine Mehrheit.
Die Grünen sind in Stuttgart traditionell stark. 1996 unterlag ihr Kandidat Rezzo Schlauch bei der Wahl zum Oberbürgermeister nur knapp dem CDU-Berwerber Schuster. Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) erwägt wegen des Erfolges nun einen erneuten Anlauf in der Landeshauptstadt: Dort war er 2004 an Schuster gescheitert.