Der Umsatz der deutschen Einzelhändler ist im Februar im Vergleich zum Vormonat preisbereinigt um 0,2 Prozent zurückgegangen. Gegenüber dem Vorjahresmonat betrug das Minus 5,3 Prozent. Für das Gesamtjahr 2009 erwartet der Branchenverband HDE bestenfalls stagnierende Umsätze. Ökonomen erwarten, dass die Einzelhandelsumsätze wegen des Anstiegs der Arbeitslosenzahlen im Jahresverlauf zurückgehen werden.
Die Geschäfte liefen bereits im Februar in allen Sparten des Einzelhandels schlecht. Der Internet- und Versandhandel verzeichnete den stärksten Einbruch. Hier sank der Umsatz um 8,4 Prozent im Vergleich zu Februar 2008. Der Lebensmittelhandel setzte 6,4 Prozent weniger um, Waren- und Kaufhäuser hatten 5,2 Prozent weniger in den Kassen. Der Handel mit Kosmetik, pharmazeutischen und medizinischen Produkten verzeichnete mit 1,2 Prozent den geringsten Umsatzrückgang.
Volkswirte prognostizieren einen anhaltenden Abwärtstrend. "Auch wenn der Rückgang zum Vormonat noch vergleichsweise moderat ausgefallen ist, ist er ein Anzeichen dafür, dass die Verschrottungsprämie eine negative Auswirkung hat auf den Einzelhandel ohne Autos“, sagte Andreas Rees von Unicredit. Wegen der Autokäufe rechnen Ökonomen mit einem leichten Umsatzwachstum im ersten Quartal. „Aber es ist eine gespaltene Entwicklung, mit einem Autosektor, der sehr stark zulegt, und mit einem sonstigen Einzelhandel, der vor sich hindümpelt“, sagte Rees.