Der DRV-Präsident warnte vor zusätzlichen Belastungen für die Rentner, sollte die Koalition wie beabsichtigt den Arbeitgeberbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung einfrieren. Für Beitragssteigerungen müssten die Ruheständler dann allein aufkommen. Das träfe vor allem Bezieher niedriger Renten.
Bundesarbeitsminister Franz Josef Jung (CDU) versprach am Mittwoch, dass der Beitragssatz zur allgemeinen Rentenversicherung 2010 bei 19,9 Prozent bleiben werde. Der Beitragssatz in der allgemeinen Rentenversicherung müsse nur dann geändert werden, wenn ohne Anpassung die Mittel der sogenannten Nachhaltigkeitsrücklage das 0,2-fache einer Monatsausgabe der Rentenversicherung unter- oder das 1,5-fache überschreiten würden. "Dies ist unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben des kommenden Jahres nicht der Fall", teilte Jung mit.
Neuer Streit droht um die Rente mit 67. DRV-Präsident Rische erwartet 2010 eine neue Grundsatzdebatte. Dann steht eine Überprüfung der Beschäftigungschancen für Ältere auf der Tagesordnung. Die Vertreter von Gewerkschaften und Arbeitgebern forderten eine ernsthafte Analyse. Haben Ältere keine Chance auf dem Arbeitsmarkt, läuft die Verlängerung der Lebensarbeitszeit auf eine Kürzung der Altersbezüge hinaus. "Ich gehe davon aus, dass diese Überprüfung ergebnisoffen ist", sagte DRV-Vorstandschef Alexander Gunkel.