SPD-Fraktionsvize Hubertus Heil hat zunehmend Zweifel an der Verhandlungsfähigkeit von Schwarz-Gelb. Dem Berliner "Tagesspiegel" sagte Heil, von der Leyen habe es "bislang noch nicht einmal geschafft, dass CDU, CSU und FDP sich untereinander einigen. Wenn das so weitergeht, ist ein Scheitern der Verhandlungen nicht ausgeschlossen".
Heil wies den Vorwurf zurück, die SPD habe Maximalforderungen aufgestellt. "Vor Weihnachten haben wir konkrete Vorschläge gemacht, was wir für sinnvoll halten. Bisher haben wir zu allen Vorschlägen immer nur ein Njet im Stil russischer Kreml-Herren gehört", sagte Heil.
Der SPD-Politiker forderte von der Koalition Fortschritte in allen drei Bereichen: beim Bildungspaket, den Regelsätzen und den Mindestlöhnen. Beim Regelsatz habe seine Partei "erhebliche Zweifel, dass die Vorschläge der Arbeitsministerin verfassungskonform sind, weil an so vielen Stellschrauben nach unten gedreht wurde", sagte Heil.