Das Vorhaben sei "falsch, überflüssig und unakzeptabel", sagte der Direktor des Deutschen Mieterbunds, Lukas Siebenkotten. SPD-Fraktionsvize Olaf Scholz warf der Koalition vor, sich ausschließlich Vermieterinteressen zu eigen zu machen.
Der Koalitionsvertrag sieht drei wesentliche Eingriffe zum Nachteil der Mieter vor. Neben der Angleichung der Kündigungsfristen wollen Union und FDP energiesparende Sanierungen erleichtern. Deshalb soll die Bestimmung, nach der die Miete für die Zeit der Bauarbeiten gemindert werden darf, abgeschafft werden. Darüber hinaus sollen Wohnungsbesitzer die Möglichkeit erhalten, sogenannte Mietnomaden rascher vor die Tür zu setzen.
Investitionen ankurbeln
Mit der Reform wollen CDU/CSU und FDP Investitionen in den Wohnungsmarkt und insbesondere die umweltfreundliche Renovierung von Häusern ankurbeln. Der Rechtsexperte der FDP-Fraktion, Christian Ahrendt, sieht in diesem Bereich Handlungsbedarf. "Das Mietrecht blockiert derzeit Investitionen in eine energetische Sanierung", sagte er.