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Merken   Drucken   13.12.2009, 20:45 Schriftgröße: AAA

Kundus-Affäre: Willkommen in der Realität  

Leitartikel Karl-Theodor zu Guttenberg hat Fehler gemacht und sich politisch verheddert. Doch in einer Sache hat er Recht: Bundesregierung und Bundestag müssen das Afghanistan-Mandat endlich den Erfordernissen anpassen.
Man kann Karl-Theodor zu Guttenberg in der Aufarbeitung der Kundus-Affäre einiges vorwerfen. Er hat vorschnell agiert, als er den Angriff auf die beiden Tanklaster, der in Wirklichkeit wohl eher ein Angriff auf Talibankämpfer war, als militärisch angemessen bezeichnete. Falls er mit dieser Erklärung ein Zeichen seiner Loyalität zur Truppe setzen wollte, ist dies gründlich schiefgegangen. Denn nur drei Wochen später musste er als Folge zwei militärische Urgesteine entlassen: Generalinspekteur Schneiderhan und Staatssekretär Wichert. Dies dürfte dem Minister innerhalb der Bundeswehr mehr Feinde eingebracht haben als alles andere.

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  • Aus der FTD vom 14.12.2009
    © 2009 Financial Times Deutschland,
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Kommentare
  • 16.12.2009 11:52:01 Uhr   Melanie Gatzke: Wer will ihn da zu Fall brringen?

    Guttenberg ist das. Beste, was an politischen Personal vorhanden ist. Sie sollten alle aufhören, die Messer gegen ihn zu wetzen. Bis jetzt hat er sich nichts Gravierendes zu schulden kommen lassen. Sind wir froh, das wir wenigstens noch vereinzelt vorzeigbare Politiker mit Format haben. Ausserdem ist das Desaster vor seiner Amtsübernahme entstanden. Er muß es jetzt ausbaden. Ein bisschen Zeit, einen Überblick über alles zu bekommen, alles nachzulesen braucht auch er. Die letzte Zuständigkeit, die letzte Verantwortung dafür, hätte schon lange- gleich nach Bekanntwerden- also vor der Wahl schon, Frau Merkel gehabt. Sie hält sich raus- bleibt neutral gegen jeden, lässt andere zerfleischen und wartet ab, was passiert. Wie immer. sie wartet, wohin der Wind sich dreht, um dann ihr Fähnchen entsprechend zu drehen. so ist man immer fein raus. Sie vergisst aber dabei- sie ist die Kanzlerin, sie hat im Kriegsfall die letzte Verantwortung.
    sie soll endlich Farbe bekennen, was Sache ist. In Afghanistan ist Krieg, Frau Merkel -. auch wenn sie nur von Stabilisierungseinsatz reden. Was für ein Unsinn. Wann wird endlich Klartext geredet.

  • 14.12.2009 13:18:42 Uhr   hermann h.: Loyalität
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