Der CSU-Vorsitzende Seehofer zum Länderfinanzausgleich: "Bayern schultert Hauptlast"
Beim Finanzausgleich unter den Ländern ist ein empfindliches Thema. Wer an den geltenden Mechanismen rütteln will, dem schlägt Empörung entgegen. Bayern gehört neben Baden-Württemberg und Hessen zu den drei finanzstarken Geberländern. Mit mehr als 3. Mrd. Euro werde sein Land den Löwenanteil zum Finanzausgleich in diesem Jahr beisteuern, schrieb Seehofer in einem Gastbeitrag für die "Bild am Sonntag". Insgesamt müssten die Geber die Nehmer mit 7 Mrd. Euro unterstützen.
Kein Wunder, dass Bayern diese Last loswerden möchte, auch wenn Seehofer so tut, als stünde er zu dem System. "Mir geht es um Strukturen", schreibt er und beschwert sich über beitragsfreie Kindergartenjahre und die Abschaffung der Studiengebühren. Das zielt auf den Kollegen Müller, dessen schwarz-gelb-grüne Koalition die Abgabe für das Erststudium streichen will. "Das Problem ist, dass die Länder, die wir unterstützen, Dinge bezahlen, die wir in Bayern nicht bezahlen können", sagte Seehofer am Montag im Bayerischen Rundfunk.