Gemeinsame Spitzenkandidaten: Gregor Gysi (li.) und Oskar Lafontaine
Damit dürfte Lafontaine auch die Liste des angestrebten Linksbündnisses von PDS und WASG im bevölkerungsreichsten Bundesland anführen. Die Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG) und die PDS wollen bei der geplanten Bundestagswahl im Herbst unter dem gemeinsamen Namen "Demokratische Linke.PDS" antreten. Bundesweiter Spitzenkandidat soll neben Lafontaine der frühere PDS-Chef Gregor Gysi werden.
Nach einer Umfrage von Infratest/dimap würden derzeit acht Prozent der Deutschen das Linksbündnis wählen. Es liegt damit gleich auf mit den Grünen und einen Punkt vor der FDP.
Politische Akklamation
Die Nominierung von Lafontaine soll auf einem Landesparteitag der WASG in Köln erfolgen. Der aus der SPD ausgetretene Ex-Parteichef will dort eine Rede halten. Er hatte in dieser Woche angekündigt, Mitglied der WASG zu werden. Ob er auch bei einem Scheitern des angestrebten Linksbündnisses Spitzenkandidat in NRW wird, ist nach Angaben der WASG noch nicht entschieden.
Die Abstimmung beim WASG-Parteitag sei allerdings nur als "politische Legitimation" anzusehen, da die WASG bei einem Zusammengehen mit der PDS keine eigene Landesliste aufstellen könne, sagte der Sprecher des Landesvorstands, Hüseyin Aydin. Die Liste werde deshalb nicht beim Landeswahlleiter eingereicht.