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Merken   Drucken   04.09.2010, 12:00 Schriftgröße: AAA

Liberalismus: FDP braucht einen Kurswechsel  

Kommentar Die FDP vernachlässigt klassisch-liberale Grundsätze. Ein Kurswechsel hin zu konsequent freiheitlicher Politik würde ihr ein großes Wählerpotenzial erschließen. von Holger Krahmer, Alexander Pokorny und Frank Schaeffler
Holger Krahmer sitzt für die FDP im Europäischen Parlament. Alexander Pokorny ist Mitglied des Bundesvorstands der FDP. Frank Schaeffler ist FDP-Bundestagsabgeordneter.
Bereits 1992 wurden für eine klassisch-liberale Partei in Deutschland Wählerpotenziale von 20 bis 25 Prozent ermittelt. Aber weder das Projekt 18 aus den Jahren 2001/02 noch der historische Wahlsieg der FDP bei der Bundestagswahl 2009 haben dieses Wählerpotenzial nachhaltig für die FDP sichern können. Sowohl 2002 als auch 2009/10 erfolgte ein jäher Absturz.

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  • FTD.de, 04.09.2010
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Kommentare
  • 04.09.2010 18:37:46 Uhr   Heidi Schmitz: Kurswechsel der FDP

    Genauso wie bei der CDU und SPD sind bei der FDP fast nur noch egomane und von rücksichtslosen Allmachtsphantasien besessene Eigenbrötler am Werk, die sich nur noch in der verdickten Parteisauce um ihre eigene Achse zur Machterhaltung drehen.

    Dabei werden sie ganz böse, wenn ihr Souverän ihnen in die einzig wichtige Parteikarriereplanung und den gezielten stetig schleichenden Abbau der Demokratie, an der Allgemeinheit vorbei, reinredet.

    Spätestens seit der die Grundgesetz-Änderungsschranke aufhebenden Großen Koalition haben alle Volksparteien jeden Respekt vor Verfassungsgrundsätzen verloren!
    CDU hat dabei gemerkt, dass SPD jeden Kopfstand mitmachen würde, nur um genauso am warmen Futtertrog der Macht zu bleiben! Deshalb bleibt es auch das unausgesprochene Ziel der CDU und SPD, trotz der medialen gegenteiligen Profilierungsgebärden, in Zukunft nur noch in diese Richtung zu driften, womit man so ohne Kurskorrektur sich zusammen gegen das eigene Volk an der Macht halten kann!

    Strenge Auslegung und sinngemäße Einhaltung der Grundrechte, die Meinungsfreiheit und der vom Bundesverfassungsgericht in diversen Urteilsbegründungen immer wieder angemahnte unantastbare und nicht auslegbare Freiraum der Staatsbürger sind ihnen nach dem guten alten Korpsgeist einfach Schnuppe.

    Die einzigen in der FDP, die sich noch vorrangig ans Wortlaut der Verfassung und des Gesetzes halten und kein parteipolitisch geschmeidiges Rückgrat haben, sind die Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger und der Abgeordnete Baum, der Rest der Vertreter läuft nur noch karriereorientiert und ohne feste moralische Grundsätze mit dem machtbesessenen Mainstream der Koalitionspartner rum!

    Nicht nur die FDP glaubt durch das sinnbetörende Herumhoppsen unter der selbstgebastelten spendengefütterten Berlin-Käseglocke an den Weihnachtsmann, wenn sie meint, dass nach den ganzen Skandalen, der latent brutal offenen Klientelpolitik, der andauernden persönlichen Ignoranz der Bürgerrechte und dem konstanten Respektmangel vor den Schwächsten der Mehrheitsgesellschaft, sie nun einfach sich als Alibi den Barden Precht schnappen und für das „willenlose Stimmvieh“ nun eine perfekte neue 18%-Nebelkulisse literarisch schaffen kann.
    Aber auch diese brutale Wünsch-Dir-Was-Naivität passt genau zu der moralischen Grundsatzbefreiung und Machtverblendung.

    Wo sind die autarken, selbstlos an die Allgemeinheit und das langfristige Allgemeinwohl denkenden Staatsmänner und -frauen geblieben, im krassen Gegensatz zu den heutigen „Es-geht-nur-um-Inhalte“-Berufspolitikern?

  • 04.09.2010 17:48:23 Uhr   Manitu: Als erstes müsste sie ähnlich
  • 04.09.2010 17:47:37 Uhr   Chris: Wie wahr!
  • 04.09.2010 16:04:27 Uhr   Ronny: sapere aude
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