Längerfristige PerspektiveVon einer Vergesellschaftung führender Konzerne würden aus Sicht des früheren SPD-Politikers vor allem kleine und mittlere Unternehmen profitieren: "Dies wäre die eigentliche, massive, antimonopolistische Deregulierung, die dem Mittelstand zugute käme", sagte er. Er räumte aber zugleich ein, dass seine Überlegungen mit der derzeitigen gesellschaftspolitischen Kräftekonstellation nicht umsetzbar seien. Ihm gehe es deshalb um eine längerfristige Perspektive.
Dehm betonte, dass seine Forderungen im Einklang mit dem Grundgesetz stünden. Dort heißt es in Artikel 15: "(...) Produktionsmittel können zum Zwecke der Vergesellschaftung durch ein Gesetz, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt, in Gemeineigentum (...) überführt werden." Dies sei umso aktueller, als "Privatisierungen unter dem Strich noch nie zusätzliche Arbeitsplätze oder Verbesserungen von Kundendienstleistungen gebracht" hätten, so der Abgeordnete.
Dehm war in den 80er Jahren als Texter von Songs wie "1000 Mal berührt", "Das weiche Wasser bricht den Stein" und "Was sollen wir trinken?" bekannt geworden.