Mehrheit der Deutschen gegen blauen Dunst in Restaurants
Die große Mehrheit der Deutschen ist für ein Rauchverbot in Restaurants, plädiert aber auch für eine raucherfreundlichere Regelung in Kneipen und Bars. Damit unterstützen die meisten Deutschen den nun gescheiterten Kompromiss.
"Zippy", die Figur einer abgebrannten Zigarette, kämpft für die Rechte von Nichtrauchern
Bei einer am Freitag veröffentlichten Umfrage des Bielefelder Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid plädierten mehr als drei Viertel der Befragten (78 Prozent) für eine derartige Lösung gemäß dem Koalitionskompromiss zum Nichtraucherschutz. Besonders groß sei die Zustimmung mit 86 Prozent unter den Nichtrauchern gewesen. Nur knapp ein Drittel der Befragten (31 Prozent) sprach sich in der Umfrage für ein absolutes Rauchverbot aus.
TNS Emnid befragte am 6. Dezember insgesamt 947 Personen ab 18 Jahre per Zufallsverfahren. 72 Prozent der Befragten waren Nichtraucher. Eine Koalitionsarbeitsgruppe hatte sich darauf geeinigt, dass Rauchen in Speiselokalen und Discos verboten sein soll, falls kein abgeschlossener Raucherraum vorhanden ist, ebenso in öffentlichen Gebäuden wie Krankenhäusern oder Schulen. Das Innen- und das Justizministerium vertreten die Auffassung, dass der Bund dafür nicht zuständig sei, sondern die Länder. Deshalb tritt der Regelung vorerst nicht in Kraft.
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