Die SPD solle "nicht die Augen davor verschließen, dass 43 Prozent der Gewaltdelikte in Deutschland von Personen unter 21 Jahren verübt werden" und davon wiederum die Hälfte von ausländischen Jugendlichen, forderte die Kanzlerin. Die Vorwürfe gegen Koch wies sie als "absurd" zurück. "Dass über ein solches Thema, das viele Menschen umtreibt, im Wahlkampf geredet wird, ist selbstverständlich."
Erziehungscamp in NRW geplant
Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) plädierte dafür, geltende Gesetze besser auszuschöpfen. "Das Recht muss konsequent angewandt werden", sagte er. Straf- und Erziehungsmaßnahmen müssten Taten auf dem Fuß folgen und nicht erst nach einem Dreivierteljahr. Eine Strafverschärfung hielt aber auch er für nötig. Skepsis ließ dagegen Nordrhein-Westfalens Jugendminister Armin Laschet (CDU) anklingen. Gegen Jugendgewalt gebe es "keine schnellen Antworten". Wer nur härtere Strafen fordere, handele "nicht sachdienlich", sagte er "Spiegel Online".