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Merken   Drucken   01.11.2006, 15:17 Schriftgröße: AAA

Ostdeutschland schlägt Osteuropa  

Ob Warschau, Riga oder Bratislava - wenn es um Direktinvestitionen geht, sind osteuropäische Städte für Standorte in Ostdeutschland harte Konkurrenten. Deshalb haben diese ihre eigenen Vorteile untersuchen lassen - und festgestellt, dass sie konkurrenzfähig sind. von Susanne Amann
Standortvorteil in Leipzig: Eine Siemens-Mitarbeiterin montiert ...   Standortvorteil in Leipzig: Eine Siemens-Mitarbeiterin montiert Telefone in der Messestadt
Die Studie, die von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG durchgeführt worden ist, zeigt, dass der Standort Ostdeutschland für Investoren in vielen Punkten günstiger ist als Mittel- und Osteuropa. Untersucht wurden dabei die Voraussetzungen für höherwertige, kapitalintensive Investitionen, für die die Lohnkosten nicht oberste Priorität haben.
"Das Vorurteil, dass Städte in Mittel- und Osteuropa besser wären, ist widerlegt", sagte der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Wolfgang Tiefensee, am Mittwoch in Berlin. Die Regierung wolle deshalb gezielter und schlagkräftiger für Investitionen in den neuen Ländern werben.
Einzelne osteuropäische Städte holen auf
Bei "fast allen" der geprüften Kriterien hätten die ostdeutschen Städte im Vergleich zu Konkurrenten wie Warschau, Pilsen, Riga oder Tallinn "sehr gut" abgeschnitten, sagte der Vertreter von KPMG, Andreas Dressler. Aber: "Es gibt einzelne osteuropäische Städte, die aufholen." Auch Tiefensee betonte, man solle sich nicht auf den positiven Ergebnissen der Studie ausruhen, sonst würde man die Vorteile schnell verspielen.
Zehn ostdeutsche Städte, darunter Berlin, Leipzig, Dresden und Rostock, hatten die Studie in Auftrag gegeben. Bewertet wurden 15 Kriterien wie Innovationskraft, Arbeitskräftepotenzial, Infrastruktur, Umweltqualität oder kulturelle Angebote. Untersucht wurden zehn Städte aus Ostdeutschland sowie die zehn erfolgreichsten Städte Osteuropas, gemessen an ihrer Wirtschaftskraft und Entwicklung. Darunter sind Krakau, Breslau und Bratislava.
Die Ergebnisse im Einzelnen:

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