Carsten Maschmeyer soll über Umwege 150.000 Mark für den Schröder-Wahlkampf gespendet haben
Mit einer Sachverhaltsklärung untersucht die Verwaltung des Bundestages zunächst, ob es Hinweise auf mögliche Verstöße gegen das Parteiengesetz gibt. Die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" berichtete unter Berufung auf ihr vorliegende Unterlagen von "starken Indizien", dass von Maschmeyer 150.000 Mark an die Mittelstandsinitiative geflossen seien. Das Geld sei für drei Anzeigen der Initiative "Handwerk und Mittelstand für Gerhard Schröder" geflossen. An der Aktion sei mit Bettina Raddatz auch eine Mitarbeiterin der niedersächsischen Staatskanzlei beteiligt gewesen. Schröder war damals Ministerpräsident, Chef der Staatskanzlei war sein enger Vertrauter Steinmeier.
Aus beiden Medien vorliegenden Vermerken geht den Berichten zufolge hervor, dass der heutige Bundestags-Fraktionschef von der Anwerbung eines anonymen Geldgebers wusste. Steinmeier bestätigte in einer Stellungnahme für das TV-Magazin Panorama, dass er ausweislich seines Unterschriftenkürzels auf einem ihm von Panorama überlassenen Dokument Kenntnis genommen habe "von einer beabsichtigten finanziellen Unterstützung". Er fügte hinzu: "Ob überhaupt, von wem und an welchen Empfänger Geld überwiesen wurde, entzieht sich meiner Kenntnis." Von einer Verbindung zu Maschmeyer habe er nichts gewusst: "Mir war damals auch nicht bekannt, dass sich Herr Maschmeyer hinter der Unterstützungsaktion verbarg."