Das berichtet die FTD (Montagsausgabe). Der neuartige Human Potenzial Index (HPI) soll Anfang kommenden Jahres vom Bundesarbeitsministerium und den Wirtschaftsvertretern vorgestellt werden. "Ein auf dem HPI basierendes Humanvermögensrating könnte auch in die Bonitätsbewertung von Unternehmen durch Banken einfließen und deren Aussagekraft erheblich steigern", sagte eine Sprecherin von Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) der FTD.
Der HPI wurde von Fachleuten aus drei Dax-30-Unternehmen, Krankenkassen und dem Arbeitsministerium erarbeitet, wie der Wissenschaftler Dietrich Bartelt der FTD sagte. Er arbeitet für einen der beteiligten Dax-Konzerne. In der ersten Runde haben sich 113 Unternehmen bewerten lassen, um das Instrument zu testen.
Mitgemacht haben zum Beispiel die Deutsche Bahn, Eon Ruhrgas,
Fujitsu ,
RWE , Schenker,
Siemens ,
Solarworld und
T-Systems . Das Ergebnis dieses ersten Ratings soll allerdings nicht veröffentlicht werden.
Der HPI soll allen Firmen in Deutschland angeboten werden. Die Zertifizierungsstellen sollen vom Staat, den Industrie- und Handelskammern, Verbänden und Banken gemeinsam betrieben werden. Wie bei Hotels soll es ein System von null bis fünf Sternen geben.
Die Initiatoren des HPI haben einen umfangreichen Kritierienkatalog ausgearbeitet. Die Oberpunkte reichen vom Personalmanagement und der Personalauswahl über Vergütungssysteme und Einbeziehung der Mitarbeiter in Entscheidungen bis zur Work-Life-Balance und der Gesundheitsförderung im Betrieb.