Vom Pressezentrum der DDR über das Haus des Kannibalen bis zur Sportschule Malente - die FTD hat sich angeschaut, wie die Orte, die die Schlagzeilen der Bundesrepublik schrieben, heute aussehen.
Plätze der Republik:Rheinufer - Klaus Töpfers Badestelle
Die 80er. Die Umweltbewegung greift um sich. Man will Gutes tun in der unanständig reichen Nachkriegsrepublik. Etwa: den Rhein retten. von Stephan Zimprich
Die Presse schreibt von Schwermetallen und Schlimmerem im Fluss. Das ficht den CDU-Politiker Klaus Töpfer nicht an. Er wettet 1985 mit seinem sozialdemokratischen Gegner, die Unterstellung, Töpfer würde demnächst Bundesumweltminister, sei falsch.
Andernfalls schwämme er durch den Rhein. Töpfer geht tatsächlich nach Bonn - und löst am 13. September 1988 seine Wette ein: Unter Polizeiaufsicht springt er knapp unterhalb des Mainzuflusses in den Rhein. Die Aktion schadete weder seiner Gesundheit noch seiner Popularität. Bis nach Japan sei er darauf angesprochen worden, erzählt er noch heute.
Töpfers Badewette Anfahrt: A 60 bis zur Ausfahrt Ginsheim-Gustavsburg, Richtung Industriegebiet, nach etwa 3 Kilometern in die Landdammstraße links, dann nach rechts in die Hafenstraße, zweite links Hafenstraße folgen bis Mainspitze; Koordinaten: 49° 59' 17'' Nord, 8° 17' 57'' Ost
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