Politiker im Zusammenhang mit der Bundestagswahl
Die Plätze drei und vier im Ranking der meistgenannten Politiker haben Edmund Stoiber und Franz Müntefering inne. Stoiber verbesserte sich dabei um einen Platz, Müntefering rückte von Platz fünf vor. Das ergab die Erhebung des Informationsdienstleisters Factiva für FTD-Online unter 29 regionalen und überregionalen Tageszeitungen und Magazinen sowie neun Nachrichtendiensten von Agenturen.
Merkel wurde in der Woche vom 11. bis 17. Juli insgesamt 575-mal genannt, Schröder nur 446-mal. Somit hat sich das Bild der Vorwoche umgekehrt, als Schröder mit 697 Nennungen noch deutlich vor Merkel lag. Vor allem zwei Faktoren haben zur Trendwende beigetragen: Am 11. Juli präsentierten CDU und CSU ihr Wahlprogramm mit dem Kernpunkt einer Mehrwertsteuererhöhung zur Senkung der Lohnnebenkosten. Dieses Vorhaben - von Merkel und Stoiber im Laufe der Woche auch gegen Kritik aus den eigenen Reihen vehement verteidigt - beherrschte die innenpolitische Diskussion. Auch neue positive Umfragewerte für Merkel sorgen für häufige Nennungen in den Medien.
Oskar Lafontaine, der in der Vorwoche wegen der Diskussion um das neue Linksbündnis und seinen Besuch in der PDS-Parteizentrale auf Platz drei lag, rutschte auf den fünften Rang ab. In der Woche nach dem 11. Juli hielt er sich nämlich mit öffentlichen Äußerungen zurück, auch im Hinblick auf den Sonderparteitag der PDS am Sonntag, bei dem die umstrittene Namensänderung der Partei beschlossen wurde.
Union baut Vorsprung au