Präsenz der Parteien
Stoiber weniger präsentUm einen Platz im Vergleich zur Vorwoche verschlechterte sich Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber. Er wurde nur noch 240 Mal in den Medien genannt und erreichte damit Rang vier. Der CSU-Politiker stimmte die Bürger auf harte Zeiten nach einem Sieg der Union bei der Bundestagswahl ein. "Es gibt im Moment nichts zu verteilen. Der Staat ist pleite, Deutschland ist ein Sanierungsfall", sagte Stoiber auf einer CSU-Delegiertenkonferenz in München.
Die Steuerdebatte wurde von Außenminister Joschka Fischer angeheizt. Der Grünen-Spitzenkandidat regte eine höhere Mehrwertsteuer auf Luxusartikel an und legte verschlechterte sich im Ranking um einen auf den neunten Rang. Während die FDP den Vorschlag als absurd zurückwies, plädierten CDU-Politiker für eine Senkung der Steuer für Kinderprodukte.
Bundesfinanzminister Hans Eichel warf der Union vor, mit der von ihr geplanten Mehrwertsteuererhöhung den Aufschwung in Deutschland abzuwürgen und fiel aus den Top Ten der Politikerliga auf den 13. Rang zurück. Aufsteiger waren dagegen FDP-Chef Guido Westerwelle, der von Rang sieben auf sechs vorrückte, Hessens Ministerpräsident Roland Koch (Platz acht) und CDU-Generalsekretär Volker Kauder (Platz zehn).
Was die Präsenz der Parteien in den Medien angeht, verlor die CDU/CSU leicht, behauptete aber ihren Spitzenplatz vor der SPD. Die Grünen wurden ein wenig häufiger in der Presse genannt als in der Vorwoche. Einen Sprung nach vorn machte das Linksbündnis, das sich vor die FDP setzte.