Parteien im Zusammenhang mit der Bundestagswahl
Im Schatten der LinksparteiDie Stärke der Linkspartei ist nicht nur ein Problem für die SPD, sondern auch für Grüne und FDP. Während das Linksbündnis in Umfragen auf bis zu 12 Prozent kommt, haben die anderen kleineren Parteien Probleme, sich Gehör zu verschaffen. FDP-Chef Guido Westerwelle muss sich hinter Gysi auf Rang sieben einreihen. Dabei haben die Liberalen in der vergangenen Woche ihr Wahlprogramm vorgestellt und sich dabei erneut als Steuersenkungspartei profiliert.
Doch das allein reicht offenbar nicht, um mehr Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Im Parteienranking sind die Liberalen deutlich hinter die Grünen und die Linkspartei gerutscht. Sorgen um den Wiedereinzug in den Bundestag muss sich die Partei momentan aber nicht machen. In Umfragen liegt sie stabil bei sieben bis acht Prozent.
Ein Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde droht auch den Grünen nicht. Ihr Spitzenkandidat Joschka Fischer rangiert auf Platz neun der Politikerliga. Trotzdem hat sich die Zahl seiner Nennungen in den untersuchten Medien fast verdoppelt. Fischer hatte in einem Interview mit Aussagen über eine höhere Mehrwertsteuer auf Luxusartikel für Gesprächsstoff gesorgt und damit auch in den eigenen Reihen Widerspruch geerntet.
Viel Arbeit für Ulla Schmidt
Zum ersten Mal in den Top Ten der Politikerliga tauchte Gesundheits- und Sozialministerin Ulla Schmidt auf. Sie hatte in der vergangenen Woche viel zu tun: Zuerst warb sie zusammen mit ihren Kabinettskolleginnen von der SPD für eine Fortsetzung von Rot-Grün, dann war sie wegen eines Engpasses in der Rentenkasse gefragt und schließlich mischte sie noch im Streit um ausufernde Arzneikosten mit.