Protest gegen Laufzeitverlängerung:Greenpeace steigt AKW aufs Dach
Protestbanner und Greenpeace-Flagge auf der Kraftwerkskuppel - Umweltaktivisten haben das niedersächsische Atomkraftwerk Unterweser gestürmt. Ihr Prostest richtet sich gegen CDU-Pläne, die Laufzeit älterer Atommeiler zu verlängern.
Eine Gruppe von etwa 17 Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace hat am Montagmorgen die Kuppel des Atomkraftwerks Unterweser bei Nordenham bestiegen. Sie hissten eine Fahne, entfalteten ein Protestbanner und bemalten einen Teil der Oberfläche der Kuppel.
"Trotz des tödlichen Risikos, das von den älteren Atomkraftwerken wie Unterweser ausgeht, plant die CDU eine Laufzeitverlängerung für diese Meiler", sagte Greenpeace-Atomexperte Heinz Smital. Die Gefährdung der Menschen würde von den Politikern zugunsten des Profits verheimlicht und verharmlost.
Greenpeace fordert die sofortige Stilllegung des 1978 ans Netz gegangenen Reaktors, das vom Energieversorger Eon betrieben wird. Unterweser sei ebensowenig wie sechs weitere Reaktoren - Biblis A und B, Brunsbüttel, Isar 1, Philippsburg 1 und Neckarwestheim 1 - nicht ausreichend gegen einen Flugzeugabsturz oder einen terroristischen Anschlag aus der Luft geschützt.
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