Busfahrer sehen rot: Aus Unmut über die drohende Privatisierung des Transportunternehmens Saarbahn sind gut die Hälfte der Mitarbeiter der Linkspartei beigetreten.
Wegen der möglichen Privatisierung ihres städtischen Arbeitgebers sind Saarbrücker Busfahrer massenhaft in die Linkspartei eingetreten. Mehr als die Hälfte der rund 300 Mitarbeiter des Transportunternehmens Saarbahn haben sich an der ungewöhnlichen Aktion beteiligt. Der Betriebsratsvorsitzende Winfried Jung bestätigte den Masseneintritt.
Genaue Zahlen wollen Parteichef Oskar Lafontaine und der Landesvorsitzende Rolf Linsler am Donnerstag bekanntgeben. Der SPD-Landesvorsitzende Heiko Maas widersprach Mutmaßungen, wonach es sich vor allem um Übertritte aus seiner Partei handele. Nach seinen Angaben registrierten die Sozialdemokraten in den vergangenen Monaten aus den Saarbrücker Stadtwerken nur wenige Austritte.
Linsler führte den Mitgliederzuwachs auch auf die Themen Mindestlohn und Rente mit 67 zurück. Zudem sei der Aufschwung an vielen Menschen vorbeigegangen. Die Leute hätten es "satt, dass sie aus Arbeitnehmersicht an der Nase herumgeführt werden", sagte er im Saarländischen Rundfunk. Nach seinen Angaben hat die Linke im Saarland 2300 Mitglieder.
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