Der thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus kann nach Angaben seiner Ärzte in der Reha-Klinik in Allensbach in die Politik zurückkehren. "Wir werden in den nächsten Wochen die Medikamente weiter reduzieren, so dass Herr Althaus noch vor der Sommerpause politisch wieder tätig sein kann", sagte der Ärztliche Leiter der Kliniken Schmider, Joachim Liepert, am Dienstag in Allensbach.
In Thüringen wird Ende August ein neuer Landtag gewählt. Die thüringische CDU will von ihrem Landesvorsitzenden Althaus bis spätestens zur Landesvertreterversammlung am 14. März eine Erklärung, ob er dann wieder als Kandidat antritt.
Althaus habe die Strapazen bei der Beerdigung seines Vaters gut überstanden, schrieb die "Thüringer Allgemeine" unter Berufung auf Ärzte der Rehaklinik. Für die Beerdigung des in der vergangenen Woche gestorbenen 80-Jährigen hatte der CDU-Politiker seinen Klinikaufenthalt unterbrochen und war in seine Heimatstadt Heiligenstadt gereist. Während der Zeremonie wurde Althaus von Leibwächtern abgeschirmt, er ging am Arm seiner Frau Katharina. Laut Beobachtern wirkten seine Bewegungen deutlich verlangsamt.
Auch der frühere thüringische Ministerpräsident, Bernhard Vogel, zeigte sich zuversichtlich: "Ich bin nach wie vor guter Hoffnung, dass er rechtzeitig zurückkehren kann", sagte der CDU-Politiker am Dienstag im Bayerischen Rundfunk. Bis zu den Landtagswahlen bleibe noch mehr als ein halbes Jahr. Mit Althaus selbst habe er aber noch nicht gesprochen, sagte Vogel.