FTD.de » Politik » Deutschland » Ökostrom - ein Fall für Goliath

Merken   Drucken   20.01.2010, 14:53 Schriftgröße: AAA

Reform der Stromwirtschaft: Ökostrom - ein Fall für Goliath  

Kommentar Bei der Wende zu erneuerbaren Energien sollten wir uns nicht nur auf kleine Anbieter verlassen. Das zeigt das Beispiel Greenpeace Energy. von Thomas Deichmann
Thomas Deichmann ist Chefredakteur des Debattenmagazins "Novo Argumente". In der neuen Ausgabe findet sich seine Studie zu Greenpeace Energy (www.novo-argumente.com).
Das Tief "Daisy" hat gezeigt, wie gut es ist, dass wir über funktionierende Kohle- und Kernkraftwerke und ein exzellentes Energieversorgungsnetz verfügen. Und dass Ökostromanbieter wie Greenpeace Energy, für die derlei Anlagen ein Tabu sind, noch immer ein Nischendasein führen (trotz der hohen Subventionen, die in ihre Marktsegmente fließen). Wir haben Schneefall im gesamten Land und flächendeckend frostige Temperaturen hinter uns. Dennoch gab es hierzulande so gut wie keine Stromausfälle. Fast alles funktionierte - bis auf unzählige der in den letzten Jahren von einer Vielzahl von Anbietern teuer errichteten Windkraft- und Solaranlagen. Europaweit haben viele ihren grünen Geist aufgegeben. Der von der Politik forcierte Ausbau der Erneuerbaren kann da schon ein bisschen Bange machen - oder?

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  • FTD.de, 20.01.2010
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Kommentare
  • 18.04.2010 14:56:29 Uhr   EinNaturwissenschaftler: An all die unterinformierten Kritiker

    Greenpeace-energy, als 10 Jahre junges, stark wachsendes Mittelstandsunternehmen mit ca 95 000 Kunden weist nicht die Größe eines Großkonzerns auf. Ich denke dass FTD-Leser zu viel Ahnung von der Bedeutung des Mittelstands haben, um dies als Kritikpunkt gelten zu lassen.

    Dass Herr Deichmann behauptet, greenpeace energy besitze einen misanthropischen Zeitgeist ist eine Beleidigung für Greenpeace Energy. Dass er behauptet, das Unternehmen, dass mit seiner Tochtergesellschaft planet energy modernste Kraftwerkstechnik im Wert von 60Mio EUR projektiert, baut und betreibt, sei wissenschafts- und fortschrittsfeindlich, ist eine Beleidigung für seine Einschätzungsgabe.
    Dass nur die größten Energiekonzerne das know how für die Wende hätten, wie geschrieben, ist eine dilettantische Fehleinschätzung. Die Technik (Ingenieure, Patente, F&E Aufwendungen) stammt natürlich von den gleichen Zulieferfirmen, die auch greenpeace energy beliefern. Dass dabei auch mal bei jedem x-ten Kraftwerk mal eine Bauteilkomponente von nem Konzern dabei ist, der auch was mit Atomkraftwerken zu tun hat, weils grad nicht anders ging…. Oh Weia….
    Das ist etwa genauso beeindruckend, wie die Geschichte, dass die von greenpeace energy aufgebauten 40 MW umweltfreundlicher Leistung auf dem Abrechnungspapier noch nicht an Kunden Meier, sondern an Müller gehen.

    Kommentatoren, die keine Ahnung von der Definition von Vollaststunden „..und in der restlichen Zeit..“ haben, keine Vorstellung von einer europäischen Netzzusammenschaltung, von Offshore oder spanischen Wüsten haben, oder auf die Ente mit Daisy aufgesprungen sind, keine Vorstellung haben, wie der Stommix in beispielsweise Dänemark aussieht, keine Vorstellung, wie wenig Subvention sie Überhaupt zahlen, schreien selbst aggressivst die Mär von generell aggressiven Ökos, voller „Hochmut“ und „moralischer Aufgeblasenheit“.

    Ich sehe das Geld lieber in Technologie und hochqualifizierten langfristig wertschaffenden Arbeitsplätzen, als in die radioaktive Durchseuchung unserer für 4-6 Milliarden Euro umzusiedelnden Endlager und die Verstetigung von Kinderarbeit in kolumbianischen Bergwerken, ganz zu schweigen von weiteren externen Kosten.

    FAZIT:
    Ich verlange auch keine Steigerung von 9% regenerativer Energie momentan in D auf 99% bis übermorgen (Wärmedämmung ist als konkretes Ziel parallel auch zu verfolgen..).
    Aber falls wir nicht (auch nur mit 10% Wahrscheinlichkeit) eine Klimakatastrophe erleben wollen, sollten wir uns davor hüten, dass, wenn wir schon nichts tun, teilweise offensichtlich auch gar nicht die passende Ausbildung dazu hätten, wir auch noch ahnungslos diejenigen anschnauzen, die deutlich mehr für das Klima, die Schaffung langfristiger Werte und die und die Wirtschaft erreicht haben, als die Redakteure zweifelhafter Desinformations-Homepage-Blättchen.

  • 18.04.2010 14:44:12 Uhr   Ein Naturwissenschaftler: Dezentralisierung
  • 18.04.2010 14:27:13 Uhr   EinNaturwissenschaftler: unwahre Tatsachenbehauptung
  • 23.01.2010 20:50:07 Uhr   Johannes Richardt: blödheit
  • 23.01.2010 04:39:37 Uhr   M.A. Salomón Derreza: Novo-Mitarbeiter
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