Die Kommission spricht sich für die Aussetzung der Wehrpflicht aus. "Durch den Wegfall einer massiven, unmittelbaren militärischen Bedrohung kann die Wehrpflicht in der heutigen Form sicherheitspolitisch nicht mehr gerechtfertigt werden", heißt es in dem Bericht. An die Stelle der Dienstpflicht soll ein bis zu 23-monatiger Freiwilligendienst treten. Das ist das Maximum, was im Rahmen des Wehrpflichtgesetzes möglich ist. Wer länger bei der Bundeswehr bleibt, gilt als Zeitsoldat, für den das Soldatengesetz gilt.
Bis zu 15.000 Soldaten will die Weise-Kommission für den Freiwilligendienst gewinnen. Sie sollen für die Teilnahme an Auslandseinsätzen ausgebildet werden. Daher solle die Dienstzeit mindestens 15 Monate betragen.
Die bisherige Musterungspraxis der Wehrpflichtigen soll mit der Umstellung entfallen. Die Wehrerfassung und -überwachung will die Kommission beibehalten, da die Dienstpflicht nur ausgesetzt wird.