Auch bei der Weinlese kommen Saisonarbeiter zum Einsatz
Rund zehn Prozent weniger ausländische Saisonarbeiter sollen laut einem Medienbericht im kommenden Jahr in Deutschland arbeiten dürfen. Die "Berliner Zeitung" meldete unter Berufung auf Regierungskreise, dass 2006 mehr als 32.000 der zuletzt 325.000 ausländischen Saisonarbeiter durch inländische Arbeitskräfte ersetzt werden sollen.
Vor allem größere landwirtschaftliche Betriebe ab zehn Mitarbeitern sollen angehalten werden, einen Teil ihrer Saisonarbeitskräfte über die Bundesagentur für Arbeit zu decken. Dabei sollen nach dem Willen des Arbeitsministeriums keine Ein-Euro-Jobs, sondern sozialversicherungspflichtige Stellen geschaffen werden.
Landwirte machen bessere Erfahrungen mit ausländischen Arbeitern
In der laufenden Woche sollen die Regierungspläne bereits in Gesprächen des Bundesarbeitsministeriums mit Vertretern der Bauernverbände beraten werden. In der Vergangenheit hatten viele Landwirte die ausländischen Saisonarbeiter den heimischen Arbeitslosen vorgezogen, weil sie mit den ausländischen Kräften bessere Erfahrungen gemacht haben.
Die schwarz-rote Regierung hatte in ihrem Koalitionsvertrag dennoch angekündigt, die Zahl ausländischer Saisonkräfte deutlich zu reduzieren. Die Debatte über den Einsatz von Arbeitslosen in der Landwirtschaft war im Zusammenhang mit den verschärften Zumutbarkeitskriterien der Hartz-IV-Reform entfacht.