Im Oktober gab es erneut einen Rückgang im Vergleich zum Vormonat. Das Statistische Bundesamt bezifferte das Minus kalender- und saisonbereinigt auf 0,5 Prozent. Mit Ausnahme des Septembers sind die Exporte seit Juli rückläufig. Der Export fällt damit als Konjunkturstütze aus.
"Die Daten sind vor dem Hintergrund der zurückgehenden Auftragseingänge noch relativ moderat", sagte Ulrike Kasten von Sal. Oppenheim. Sie rechnet mit einem kräftigen Einbruch bei den Ausfuhren. "Vom Export können wir in den nächsten Monaten nichts erwarten. Nächstes Jahr rechnen wir mit einem Exportrückgang von gut drei Prozent", sagte Kasten.
Auch Stefan Wanke von der Dekabank glaubt, dass es noch steiler abwärts geht. Der Einbruch komme aber später. "Das hat damit zu tun, dass die Auftragspolster noch nicht ganz verschwunden sind", sagte er. Die Unternehmen hätten in den vergangenen Jahren erstaunlich viele Großaufträge eingesammelt, die noch nicht abgewickelt seien.
Wegen des Einbruchs bei den Importen stieg der Außenhandelsüberschuss. Importiert wurden im Oktober Waren im Wert von 73,4 Mrd. Euro. Im Vergleich zum September sanken die Einfuhren damit bereinigt um 3,5 Prozent.