Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler
Mit dem Konjunkturpaket II hat die Bundesregierung für zwei Jahre das dritte Ausbildungsjahr für Umschüler finanziert. Die ersten beiden Jahre übernimmt die Kosten die Bundesagentur für Arbeit. Durch diese Förderung hatte sich 2009 die Zahl der Umschüler auf 7000 verdoppelt. Diesen Erfolg will Rösler ausbauen.
Um mehr Menschen für den Beruf zu interessieren, soll zudem die Ausbildung von Alten-, Kranken- und Kinderpflegern vereinheitlicht werden. Der Minister will auch die Arbeitsbedingungen durch eine Supervision und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern - die meisten Pflegekräfte sind Frauen. In seiner Partei und in der Koalition will sich der FDP-Politiker zudem dafür stark machen, dass die sogenannte Vorrangprüfung beim Pflegeberuf wegfällt: Bisher wird, wenn ein Ausländer eine Stelle annehmen will, geprüft, ob nicht auch Deutsche auf die Stelle passen.
Vom Dachverband der Pflegeberufsverbände, dem Deutschen Pflegerat, wurde das Treffen gelobt. "Das ist ein Meilenstein. Das Problem ist erkannt", sagte der Präsident des Pflegerats, Andreas Westerfellhaus. Rösler plant 2011 mehrere weitere Treffen zu verschiedenen Pflegethemen - beim letzten soll es dann um die Finanzierung gehen.