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14.09.2011, 21:08
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Ruf nach Konjunkturhilfen:
Deutschland steuert auf Mini-Rezession zu
Exklusiv
Das Munkeln von Gefahren schlägt in eine düstere Prognose um: In den beiden Winterquartalen droht ein leichter Rückgang der deutschen Wirtschaftsleistung. Gehen die Griechen pleite, könnte daraus eine ausgewachsene Rezession werden.
von Mathias Ohanian
und Martin Kaelble, Berlin
Die deutsche Wirtschaft droht erstmals seit Ende der großen Rezession 2008/09 wieder zu schrumpfen. Das ergeben Prognosen des Hallenser Forschungsinstituts IWH und der Researchfirma Kiel Economics, wonach das Bruttoinlandsprodukt in den kommenden beiden Winterquartalen um jeweils 0,1 Prozent gegenüber Vorquartal sinken wird. "Sollten Regierung und Notenbank die Schuldenkrise in der Euro-Zone nicht in den Griff bekommen, droht sogar eine stärkere Rezession", sagte Carsten-Patrick Meier von Kiel Economics.
IWF-Direktorin Christine Lagarde
Die Forscher sind die ersten, die zumindest eine Mini-Rezession für Deutschland nicht mehr nur als Gefahr einstufen, sondern erwarten. Mit den neuen Alarmsignalen wächst auch in Deutschland der Druck auf die Bundesregierung, die Konjunktur zu stützen.
Dies hatte kürzlich bereits die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, gefordert. Am Dienstag hatte sich der Wirtschaftssachverständige Peter Bofinger angeschlossen. Die Regierung lehnt dies bislang strikt ab.
Als Grund für die skeptischere Prognose nannten die Ökonomen aus Halle und Kiel, dass wegen der verschärften Vertrauenskrise im Euro-Raum die Unsicherheit von Konsumenten und Unternehmen steige. Zugleich drohen die deutschen Exporte in die Krisenländer zu schrumpfen. Die deutschen Unternehmen dürften ihre Investitionen in den Winterquartalen um je 0,3 Prozent zurückfahren.
Teil 2: Griechen-Pleite würde Deutschland "hart treffen"
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Aus der FTD vom 15.09.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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