Bis zu seinem Amtsantritt habe er keine unmittelbaren Berührungspunkte mit dem Institut gehabt und auch nicht den Aufsichtsgremien angehört, sagte Tillich am Montag vor dem Banken-Untersuchungsausschuss des Dresdner Landtags.
Der CDU-Politiker sagte, während seiner Amtszeit als Finanzminister sei es dann nur noch um die Frage gegangen, wie der Verkauf der Bank abgewickelt werden könne. Den Verkauf selbst bezeichnete er als alternativlos und respektable Lösung.
Die SachsenLB war 2007 wegen hochspekulativer Geschäfte ihrer Dubliner Tochter in die Schieflage geraten und wurde daraufhin an die LBBW notverkauft. Sachsen musste eine Bürgschaft übernehmen und haftet im schlimmsten Fall mit bis zu 2,75 Mrd. Euro.
Tillich war vom Herbst 2007 bis April 2008 Finanzminister und maßgeblich an den Verkaufsverhandlungen beteiligt. Vor dem Ausschuss verwies er darauf, dass die Probleme der SachsenLB nicht singulär gewesen seien. Die einstige Landesbank sei vielmehr als eine der ersten in den Strudel der weltweiten Finanzkrise geraten. Der CDU-Politiker Georg Milbradt war wegen des Niedergangs der Bank im Frühjahr 2008 als Ministerpräsident zurückgetreten. Tillich wurde sein Nachfolger.