FTD.de » Politik » Deutschland » Kein Geld für Steuergeschenke

Merken   Drucken   21.12.2009, 20:36 Schriftgröße: AAA

Schwarz-Gelbe-Koalition: Kein Geld für Steuergeschenke  

Leitartikel Die Diskussion um die Sparpläne der Bundesregierung zeigt, wie unsinnig und unrealistisch die geplante Steuerreform 2011 ist.
Man könnte der Bundesregierung ja verzeihen, dass sie mit ihrem Sparpaket bis nach der Nordrhein-Westfalen-Wahl im Mai wartet - wenn es Anlass zu der begründeten Hoffnung gäbe, dass dann etwas Vernünftiges dabei rauskommt. Doch danach sieht es im Moment nicht aus. Offiziell steht bei Schwarz-Gelb für das Jahr 2011 noch immer das Ziel einer großen Einkommensteuerreform mit Entlastungen in Höhe von 20 Mrd. Euro.
Zugleich kündigt nun Finanzminister Wolfgang Schäuble an, man werde ab 2011 jährlich 10 Mrd. Euro sparen müssen, um die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse und den EU-Stabilitätspakt einhalten zu können. Bei diesem Betrag sind die Einnahmeausfälle durch die geplante Steuerreform wohlgemerkt noch gar nicht eingerechnet. Inklusive der Reform dürfte Deutschland nach Schätzungen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft selbst bei positivem Konjunkturverlauf 2011 auf ein Staatsdefizit von fast sechs Prozent kommen. Es wird also noch größeren Sparbedarf geben, wenn die Regierung nicht Grundgesetz und EU-Regeln missachten will.
Dabei ist völlig unklar, wo die Koalition das Geld hernehmen will. Von den aktuell kursierenden Vorschlägen gehören die meisten in die Kategorie "finanzpolitische Dauerbrenner" - sie werden immer wieder hervorgeholt, wenn es um Sparmöglichkeiten geht. Dazu gehört die Kürzung der Zuschüsse für die Bundesagentur für Arbeit ebenso wie die Abschaffung der Steuerbefreiung von Sonn- und Feiertagszuschlägen. Wenn es hart auf hart kam, hat am Ende aber doch niemand gewagt, Krankenschwestern und Schichtarbeitern ans Portemonnaie zu gehen.

Dieses ist ein kostenpflichtiger Inhalt der FTD. Bitte melden Sie sich an, um fortzufahren!

Abonnenten
Sie haben kostenlosen Zugang zum Weiterlesen oder Herunterladen. Bitte melden Sie ich mit Ihren Zugangsdaten über die Anmeldebox an.

Nicht-Abonnenten
Wenn Sie Interesse an einem FTD-Abo haben, informieren Sie sich über die verschiedenen Abo-Angebote unter www.ftd.de/abo-vergleich.

Alternativ können Sie für den Zugriff auf den gewünschten Inhalt ein Tagesticket erwerben. Für den Erwerb eines Tagestickets müssen Sie bei uns registriert sein (zur Registrierung). Nach Registrierung melden Sie sich einfach über die Anmeldebox an. Anschließend können Sie das Tagesticket erwerben.

Das Tagesticket bietet für 2,50 € einen 24-Stunden-Vollzugriff auf...

  • ...alle Premium-Artikel auf FTD.de
  • ...das aktuelle ePaper (Zeitung als PDF) und 1-Monats-Archiv der FTD
  • ...die Nachmittagsausgabe FTD 17 Uhr (PDF)
  • ...alle Sonderbeilagen der FTD (PDF)
  • ...alle älteren Ausgaben der FTD über einen Archiv-Zugang
  • ...alle archivierten Online-Artikel
Login

Statten Sie Ihre Mitarbeiter oder Key-Accounts mit dem Informationsangebot der FTD aus. Über Unternehmenslösungen für Abonnements oder Online-Zugänge informiert Sie gern unsere Abteilung Business Cooperations, corporate-solutions(at)ftd.de.

Bei Fragen rund ums Abo wenden Sie sich bitte an unsere Service-Zentrale unter kundenservice@ftd.de
Bei Fragen oder Problemen zu Ihrer Einzelverkaufsabrechnung wenden Sie sich bitte direkt an Click & Buy
  • Aus der FTD vom 22.12.2009
    © 2009 Financial Times Deutschland,
Jetzt bewerten
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  
Kommentare
  • 22.12.2009 11:15:17 Uhr   Strichnid: Warum ...

    fokus, zu Ihrer Frage nach dem Warum: Die Ruinierung der Staatsfinanzen ist beabsichtigt. Nur mit einer hohen Schuldendienstquote im Staatshaushalt lassen sich weitere soziale Einschränkungen erzwingen. Ein schwacher Staat (auf allen Ebenen schwach - daher war es so wichtig, auch die Gemeinden und Länder zu schwächen) kann sich noch schlechter gegen Lobbyinteressen erwehren und kann prima ausgespielt werden. Die Kämpfe, die sich dann aus den kleiner werdenden Verteilungsspielräumen ergeben, werden mit Hilfe der Presse an die darunter liegenden Bevölkerungsschichten weitergeleitet. Dann heißt es Rentner vs. Arbeiter, Familien vs. Ledige, Noch-Arbeit-Haber vs. Arbeitslose, Einheimische vs. Migranten, usw..

    So lenkt man ab davon, dass sich in Wahrheit nur eine kleine Elite bereichert. Am Ende lebt diese in Gated Communities, in denen auch die öffentliche Sicherheit privatisiert ist. Der Rest muss sehen, wo er bleibt.

    Lustig finde ich daran nur, dass die Einkommensprozente 11-20 noch glauben, dass sie dazu gehören werden. Dabei lesen wir heute erst auf dieser Seite, dass es künftig Reiche 2. Klasse geben wird. Da werden sich einige noch wundern.

  • 21.12.2009 21:29:54 Uhr   fokus: Eine andere Republik soll her!
Kommentar schreiben Pflichtfelder*





Den Parameter für die jeweilige Rubrik anpassen: @videoList
  • Wulff-Affäre: Menschen im Hotel

    Die Vorwürfe gegen Bundespräsident Wulff grenzten zuletzt ans Lächerliche, die neuen tun es nicht: Sie legen den Verdacht einer Vorteilsnahme nahe. Es könnte eng werden. mehr

  •  
  • blättern
Tweets von FTD.de Politik-News

Weitere Tweets von FTD.de

FTD-Wirtschaftswunder Weitere FTD-Blogs

alle FTD-Blogs

Newsletter:   Newsletter: Eilmeldungen Politik

Ob Regierungsauflösung oder Umfragehoch für die Linkspartei - erfahren Sie wichtige Politik-Nachrichten, sobald sie uns erreichen.

Beispiel   |   Datenschutz
 



DEUTSCHLAND

mehr Deutschland

EUROPA

mehr Europa

KONJUNKTUR

mehr Konjunktur

 
© 1999 - 2012 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Über FTD.de | Impressum | Datenschutz | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

VW | Siemens | Apple | Gold | MBA | Business English | IQ-Test | Gehaltsrechner | Festgeld-Vergleich | Erbschaftssteuer
G+J Glossar
Partner-Angebote