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Bei Fragen rund ums Abo wenden Sie sich bitte an unsere Service-Zentrale unter kundenservice@ftd.deDass nun die drei Oppositionsparteien – einschließlich der diesen Parteien wohlgesonnenen Presseorgane – versuchen, die neue Regierung mit Verbalattacken wie „Sozialabbau - Atomlobby – Unternehmerpartei – Steuerlügner – u.a.m.“ zu attackieren, und damit Bundeskanzlerin Merkel noch vor der Bildung ihrer neuen Regierung bereits zu diskreditieren, zeigt einerseits, wie tief die Wunden der Niederlage, Schwarz-Gelb nicht verhindert haben zu können, noch klaffen und andererseits ein, wie sich noch zeigen wird, erneutes Unterschätzen der sich in den Verhandlungen mit der FDP durchsetzen werdenden Kanzlerin in ihrem Anspruch, Kanzlerin aller Deutschen zu sein; zugleich wird sie aus eigenem Überlebensantrieb es nie zulassen , worauf die oben genannten Parteien nur warten, sich des Vorwurfs auszusetzen, die soziale Schieflage in Deutschland noch weiter zu forcieren und die bei vielen Bundesbürgern gefühlte (jedoch auf hohem Niveau sich befindliche) soziale Ungerechtigkeit weiter eskalieren zu lassen.
Merkel zu unterschätzen, heißt schon verloren zu haben. Sowohl Merkel als auch Westerwelle werden das von der Opposition so sehr erwünschte Argumentationstableau, das mit dem Schlagwort „Soziale Kälte“ umschrieben werden kann, nicht bedienen – beide Politiker wollen ihre politischen Überlebenschancen nicht bereits am Anfang gefährden.
Die wirtschaftlichen Anreize erhöhen, mehr Arbeitsplätze schaffen, die das Steueraufkommen erhöhen und damit zugleich die Grundlage bilden, zur Entlastung der unter der „kalten Progression“ leidenden Mittelschicht beizutragen, das wird die neue Regierung anstreben; vielleicht werden sich die jetzigen Oppositionsparteien über dieses Konzept ärgern, aber sie werden ihren Monopolanspruch auf alleinige Anwälte „ihrer kleinen Leute“ zu sein, sehr schnell verlieren!
Paul Haverkamp, Lingen