Die GfK habe ihre Prognose für das Gesamtjahr von zuletzt 0,5 Prozent auf null Prozent revidiert, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Nürnberg mit. Zwar sei der Abwärtstrend der Verbraucherstimmung vorerst gestoppt worden. Die GfK-Prognose für das Konsumklima stieg auf 1,8 Punkte im Oktober nach 1,6 Punkten im September.
Jedoch hätten die Verbraucherinterviews vor dem "schwarzen Montag" in der US-Bankenwelt am 15. September stattgefunden. Die dramatischen Ereignisse schlugen sich daher nicht mehr in der ermittelten Verbraucherstimmung nieder. Die Rezessionsgefahr sei seitdem deutlich gestiegen. Es sei nicht ausgeschlossen, dass dies Auswirkungen auf das Konsumklima haben werde, teilte die GfK mit.
Der GfK-Index soll die Konsumneigung der Deutschen messen. Dazu werden monatlich 2000 repräsentativ ausgewählte Personen ab 14 Jahren nach ihren Einkommens- und Konsumerwartungen sowie nach ihrer Anschaffungsneigung für die kommenden 12 Monaten befragt. Aus den möglichen Antworten "Der Augenblick ist günstig", "weder günstig noch ungünstig" und "ungünstig"wird ein Saldo gebildet und in den
Indexwert umgerechnet.
Die Einkommenserwartung verzeichnete im September ein Plus von 2,7 Punkten. Allerdings bewegt sich der Indikator nach wie vor auf einem niedrigen Niveau, was das Minus von 16,4 Punkten im Vergleich zum Vorjahr belegt.
Die deutlichsten Zuwächse verzeichnete im September die Anschaffungsneigung. Der Indikator legte um 15,1 Punkte zu und weist aktuell minus 12,8 Punkte auf. Dennoch bleibt das Niveau der Konsumneigung mäßig, denn im Vorjahresvergleich werden noch immer mehr als 10 Punkte weniger gemessen. Vor allem sinkende Energiekosten hätten dafür gesorgt, dass die Konsumenten ihre Kaufkraft als weniger gefährdet beurteilten, hieß es.