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Merken   Drucken   19.01.2007, 11:56 Schriftgröße: AAA

Sozialdemokraten wollen Meisterzwang lockern  

Drei Jahre nach Inkrafttreten der Reform der Handwerksordnung dringen die SPD-Wirtschaftspolitiker in der Regierungskoalition auf weitere Schritte zur Lockerung des Meisterzwangs. "Wir müssen die erfolgreiche Novellierung der Handwerksordnung fortsetzen", sagte der SPD-Wirtschaftspolitiker Christian Lange der FTD. von Birgit Marschall (Berlin)
Gründerjahre: Registrierte Handwerksbetriebe in Deutschland   Gründerjahre: Registrierte Handwerksbetriebe in Deutschland
Die Reform habe seit 2004 zu einem starken Anstieg der Betriebszahlen im Handwerk geführt. Das unionsgeführte Bundeswirtschaftsministerium wies den Vorstoß der SPD zurück. Die rot-grüne Regierung hatte mit der Reform die Zahl der Berufe, in denen ein Meisterbrief Voraussetzung für die Betriebsgründung ist, deutlich reduziert. Seit Anfang 2004 besteht der Meisterzwang nur noch für 41 der ehedem 94 Meisterberufe. Rot-grün hatte die Abschaffung des Meisterzwangs für mehr als die Hälfte aller Gewerke gegen den Willen des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) durchgesetzt, der neben Qualitätsverlusten vor allem auch neue Billigkonkurrenten für seine Mitglieder fürchtete.
Aus Sicht der SPD-Politiker Christian Lange und Rainer Wend spricht für eine weitere Reform vor allem, dass die Zahl der Betriebe seit 2004 stark zugenommen hat. Tatsächlich sind nach den Daten des ZDH in den zulassungsfreien Berufen zwischen Anfang 2004 und Mitte 2006 etwa 65.000 zusätzliche Unternehmen entstanden. In den Berufen mit Meisterzwang etablierten sich dagegen nur etwa 14.000 neue Firmen. Allerdings dürfte auch die EU-Osterweiterung die Zahlen erhöht haben.
Union weist Vorstoß zurück

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