Im Vergleich zu den ersten vier Monaten des Vorjahres bedeuten die Einnahmen ein Plus von 6,9 Prozent, teilte das Bundesfinanzministerium am Donnerstag mit. Die Experten hatte ein Plus von 3,8 Prozent vorausgesagt. Wegen der Konjunkturentwicklung wird aber erwartet, dass sich der Zuwachs im zweiten Halbjahr abschwächt.
Im April stiegen die gesamten Steuereinnahmen nach Angaben des Ministeriums um 5,2 Prozent auf rund 38,5 Mrd. Euro. Der Bund steigerte seine Einnahmen um 3 Prozent auf 17,2 Mrd. Euro, die Länder um 5,3 Prozent auf 17,1 Mrd. Euro.
Nach dem starken Wirtschaftswachstum im ersten Quartal von 1,5 Prozent erwartet das Finanzministerium im Jahresverlauf ein langsameres Tempo. Die Nachfrage nach industriellen Erzeugnissen habe sich vor allem aufgrund rückläufiger Auslandsbestellungen deutlich abgeschwächt. Auch das Geschäftsklima habe sich abgekühlt.
Erfreulich sei, dass sich der Konsum der privaten Haushalte zu Jahresbeginn etwas erholt habe, schreiben die Beamten in ihrem Monatsbericht. Die Tarifabschlüsse und der Job-Boom dürften zu Einkommensverbesserungen und damit zur Belebung des Konsums führen.