Die Magnetschwebebahn Transrapid ist schnell, aber teuer. Die ursprünglich geplante Schnellverbindung zwischen Hamburg und Berlin scheiterte am Ende an den Finanzen.
Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 400 Stundenkilometern hätte die Fahrzeit knapp eine Stunde betragen. Seit 1984 fährt der Transrapid auf einer Versuchsstrecke im Emsland in Niedersachsen. Erst 1994 entschied sich die Bundesregierung für den Bau der Strecke Berlin-Hamburg. Das Herstellerkonsortium aus Thyssen, Adtranz und Siemens verfolgte immer das Ziel, die Magnetschwebetechnik zu exportieren.
Um die Kosten wurde stets gestritten. Im Oktober 1998 schätzte das Eisenbahn-Bundesamt die Kosten der Trasse Hamburg-Berlin auf 7,7 bis 8,9 Mrd. DM. Die Bundesregierung wollte jedoch nur die ursprünglich zugesagten 6,1 Mrd. DM bereitstellen.
Durch die Entscheidung Chinas, eine Transrapid-Strecke in Schanghai zu bauen, ergeben sich nun neue Chancen, vor allem für den Export. Auch in Nordrhein-Westfalen und Bayern sind Strecken im Gespräch. In NRW soll nach dem Willen der Landesregierung zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 eine so genannte Metrorapid zwischen Düsseldorf und Dortmund in Betrieb gehen. Für Bau- und Infrastrukturkosten werden 6,5 Mrd. DM veranschlagt. In München ist eine Strecke zum neuen Großflughafen in der Diskussion. Die bayerischen Landesregierung zeigte sich erst kürzlich zuversichtlich hinsichtlich einer positiven Entscheidung.
Die Magnetbahn schwebt knapp über der Streckenführung, wobei sie von starken Magnetfeldern berührungsfrei in der Spur gehalten und angetrieben wird. Das zum Antrieb nötige wandernde Magnetfeld wird über Kabelwicklungen unter dem Fahrweg erzeugt. Magnete im Wagen sorgen dafür, dass der Transrapid vom Kraftfeld mitgezogen wird. Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit sind hohe Passagierzahlen.
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