FTD.de » Politik » Deutschland » Merkel bietet bis zu 850 Mann mehr für Afghanistan
Merken   Drucken   26.01.2010, 13:54 Schriftgröße: AAA

Strategiewechsel: Merkel bietet bis zu 850 Mann mehr für Afghanistan

Deutschlands Offerte für die Truppensteller-Konferenz liegt auf dem Tisch: Die Bundeskanzlerin will 500 zusätzliche Soldaten an den Hindukusch schicken, 350 sollen als Reserve bereitstehen. Mit 50 Mio. Euro will sich die Regierung an einem Aussteigerprogramm für Taliban beteiligen.

Die Bundesregierung will 500 Bundeswehrsoldaten zusätzlich nach Afghanistan entsenden. Zudem sollen 350 Soldaten als flexible Reserve etwa für die Absicherung der Parlamentswahlen zur Verfügung stehen, kündigte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Dienstag in Berlin an. Zusätzlich würden die Zahl der Polizeiausbilder von 123 auf 200 erhöht und die Mittel für den Wiederaufbau des kriegszerstörten Landes nahezu verdoppelt. Mit diesem Konzept geht die Bundesregierung in die internationale Afghanistan-Konferenz am Donnerstag in London.

Die Bundeswehr soll afghanische Soldaten im Einsatz begleiten. Wie finden Sie das?

 

Zum Ergebnis Alle Umfragen

Ein Zieldatum für den Beginn des Truppenabzugs nannte Merkel nicht. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur will die Regierung noch in diesem Jahr mit dem schrittweisen Rückzug von Soldaten aus Afghanistan beginnen. Unter Berufung auf Regierungskreise hieß es, dass bereits 2010 erste Verantwortungsbereiche an die Einheimischen übergeben werden sollen.

Es gilt als wahrscheinlich, dass der deutsche Truppenabzug erst dann richtig beginnt, wenn auch die Amerikaner ihre Soldaten zurückholen. US-Präsident Barack Obama hat als Beginn des Rückzugs das Jahr 2011 anvisiert. Es wäre merkwürdig, hinter die Vorstellungen Obamas zurückzufallen, sagte CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich. "Unsere Vorstellung ist, dass ab 2011 im Grunde der Abzug von Soldaten möglich ist."

Das Ziel sei eine Übergabe der Verantwortung 2014, sagte Friedrich. Es sei aber falsch, ein konkretes, endgültiges Abzugsdatum zu nennen. Die Bundeskanzlerin unterstützte ausdrücklich den Ansatz der afghanischen Regierung, bis 2014 für die eigene Sicherheit sorgen zu können.

Kanzlerin Merkel 2007 bei einem Besuch der deutschen Truppen in ...   Kanzlerin Merkel 2007 bei einem Besuch der deutschen Truppen in Afghanistan

Auf die Frage, ob das Konzept der Regierung noch geändert werden könne, um die Zustimmung der Opposition zu der Mandatsänderung zu erreichen, sagte Merkel: "Ich kann als Regierungschefin die Zustimmung nicht wie auf einem Basar verhandeln." Sie signalisierte, dass sie eine möglichst breite Unterstützung im Bundestag für das neue Afghanistanmandat für wichtig hält. Zugleich betonte sie aber auch: "Was wir heute vorgestellt haben, ist das, was wir für notwendig halten."

Teil 2: SPD lässt Zustimmung offen

  • FTD.de, 26.01.2010
    © 2010 Financial Times Deutschland
Jetzt bewerten
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  
Immobilien-Kompass
Immobilien-Kompass Deutschlands beste Wohnlagen

Preise, Mieten und Prognosen für Deutschlands Metropolen und Regionen mit detaillierten Übersichtskarten

Jetzt eigene Wohnlage prüfen

 
Anstatt FTD.de lese ich künftig ... Zum Ergebnis
Alle Umfragen
In eigener Sache
  • An Kiosks in der ganzen Republik hieß es am letzten Erscheinungstag der FTD: Zeitung vergriffen! Der Hype um die Schlussausgabe trieb merkwürdige Blüten. Der Verlag druckte 30.000 Exemplare nach. Wer keines abbekam - bestellen ist möglich. mehr

  •  
  • blättern
Zwischen Leben und Arbeiten
Work-Life-Balance

Die FTD hat zusammen mit dem GfK Verein die umfassendste bundesweite Studie zum Thema Work-Life-Balance veröffentlicht. Die Ergebnisse und mehr zum Thema finden Sie hier. Die Studie können Sie hier kaufen. mehr

Folgen Sie der FTD auf Twitter
Werden Sie Fan der FTD auf Facebook
  • Sie waren ein Herzstück der Zeitung und pointiert, scharf, teils brillant: Ihre Kolumnen, Leitartikel und Kommentare haben die FTD entscheidend geprägt. Zum letzten Mal: Unsere Kolumnisten sagen, was Sache ist. mehr

  •  
  • blättern
© 1999 - 2013 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Impressum | Datenschutz | Nutzungsbasierte Online Werbung | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

Geldanlage | Altersvorsorge | Versicherung | Steuern | Arbeitsmarkt | Energiewende | Ökostrom | Auto | Quiz | IQ-Test | Allgemeinwissen | Solitär | Markensammler