CSU-Chef Huber: "Die Fahrten zur Arbeit sind keine Fahrten zum Golfplatz"
"Von den beiden war nichts anderes zu erwarten", sagte CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer der FTD. "Das ist ein später Rechtfertigungsversuch für etwas, das die beiden uns vor Jahren eingebrockt haben." Steinbrück und Koch hatten zusammen den Abbau staatlicher Subventionen vorantreiben wollen und dabei auch die Pendlerpauschale ins Visier genommen.
Der CSU-Verkehrsexperte Andreas Scheuer griff Koch massiv an: "Die Einmischung von Herrn Koch ist unerträglich", sagte der CSU-Politiker der FTD. "Er sollte sich erst einmal darum kümmern, die Lage in Hessen in den Griff zu bekommen. Dort hat er genug zu tun. Jetzt ist auch klar, warum er bei der hessischen Landtagswahl so herbe Verluste eingefahren hat: Wer die Nöte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verkennt, der kann keine Wahl gewinnen. Die CSU wird beim Thema Pendlerpauschale nicht locker lassen", sagte Scheuer.
Koch und Steinbrück wiesen in dem Beitrag den Vorwurf zurück, die Abschaffung der Entfernungspauschale sei sozial ungerecht. Vielmehr gebe es Härtefallregelungen für Fernpendler, für Familienheimfahrten und für Behinderte. Zudem würden mit den jährlichen Mehreinnahmen von etwa 2,5 Mrd. Euro gezielt Zukunftsinvestitionen in Bildung, Forschung und Entwicklung sowie die Infrastruktur gefördert. Auch umwelt-, energie- und verkehrspolitische Ziele sprächen gegen die Wiedereinführung.