Ehec ist...
Antwort 1:
ein normaler Durchfall
6%
Antwort 2:
gefährlich, aber beherrschbar
46%
Antwort 3:
ein reines Hygieneproblem
16%
Antwort 4:
eine nationale Katatstrophe
32%
6533 Stimmen
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Die Hamburger Gesundheitsbehörde hatte spanische Gurken als Träger der gefährlichen Ehec-Variante benannt, musste sich jedoch später korrigieren. Der besonders tückische Stamm O104:H4 wurde bei keinem der vier untersuchten Gurken aus dem EU-Land nachgewiesen. Spanien hatte sich wegen der Anschuldigungen offiziell bei der EU über Deutschland beschwert.
Aktuell gibt es offenkundig keine neuen Hinweise, dass Gemüse für die Ehec-Verbreitung hauptverantwortlich ist. Am Freitag hielten Vertreter der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), anderer EU-Ämter und der Mitgliedstaaten eine Telefonkonferenz ab. Deutschland vertrat in der Runde die Ansicht, dass Salat weiterhin als eine mögliche Ehec-Quelle zu gelten hat. Hier stünden aber noch Testergebnisse aus.
Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit habe aktuelle Informationen über mehrere Salat-, Gurken- und Tomatenproben geliefert. Bei keiner dieser Tests seien bislang Ehec-Erreger nachgewiesen werden, meldete die Agentur dpa. Auch Spanien lieferte aktuelle Daten aus mehr als 50 Lebensmittelproben, die alle negativ ausgefallen waren.
Die Bundesregierung blieb bei ihrer Warnung vor bestimmten Gemüsesorten. Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hält es für möglich, "dass die Infektionsquelle noch aktiv ist". Er sagte den "Ruhr Nachrichten", da es weiterhin Neuinfektionen gebe, werde nach wie vor empfohlen, "vorsorglich auf den Verzehr von rohen Tomaten, Salatgurken und Blattsalaten, die insbesondere in Norddeutschland auf dem Markt sind, zu verzichten".
Eine Spur bei der Suche nach der Ehec-Quelle, der inzwischen auch die EU nachgeht, führt nach Lübeck. Nach einem Bericht der "Lübecker Nachrichten" besteht der Verdacht, dass sich 17 Menschen in der namentlich nicht genannten Gaststätte infiziert haben, darunter Besucher aus Dänemark.
Der Vorsitzende der Deutschen Steuergewerkschaft, Dieter Ondracek, lieferte entsprechende Verdachtsmomente. Seinen Worten zufolge trafen sich am 13. Mai ungefähr 30 Frauen seiner Organisation in dem besagten Speiselokal. Ondracek berichtete der Nachrichtenagentur dapd, später seien acht Frauen an einer Ehec-Infektion erkrankt.
Eine Frau aus Nordrhein-Westfalen sei inzwischen gestorben. Die anderen seien zum Teil schwer erkrankt, befänden sich inzwischen aber alle auf dem Weg der Besserung. Alle Teilnehmerinnen des Treffens hätten beim RKI Proben abgeben müssen und seien befragt worden.