Der von allen Fesseln befreite Markt hat sich ausgetobt - und Trümmer hinterlassen. Als Aufräumkommando greift der Staat ein. Aber wie geht es danach weiter? Zieht sich der Staat zurück, oder übernimmt er die Vormundschaft über den Markt? Und welche Folgen hat das? Die FTD stellt die Systemfrage.
Seit der Krise ist klar, dass große globale Handelsungleichgewichte in Zukunft vermieden werden müssen. Was bedeutet das für das Wachstumspotenzial von exportorientierten Entwicklungsländern?
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Der Kapitalismus ist nicht von außen gefährdet, er kann nur von innen geschwächt werden - von Intellektuellen, die das System verdammen und vom Staat fordern, die Märkte zu bändigen.
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Die weltweite Wirtschaftskrise ist Ausdruck einer schweren Krankheit des Kapitalismus. Mit ein bisschen Kosmetik ist es nicht getan - der Patient braucht eine umfassendere Medizin.
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Die Systemfrage ist entschieden: Der Kapitalismus wird aus seinen Fehlern lernen und fortbestehen. Die Hoffnungen, dass es dabei solidarischer zugeht, sind aber übertrieben.
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Das alte System ist kollabiert. Benötigt die Welt jetzt eine neue Wirtschaftsordnung? Welche Regeln braucht der Kapitalismus? Die FTD dokumentiert die Positionen von Spitzenpolitikern und Ökonomen aus G20-Teilnehmerstaaten - von Henry Paulson bis Paul Kennedy.
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Staatskapitalistische Triumphgefühle und Allmachtsphantasien sind fehl am Platz. Niemand sollte die Krise missbrauchen, um den Einfluss der Politik auf die Wirtschaft dauerhaft auszudehnen. Das würde sich langfristig rächen.
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Ein starker Staat und eine liberale Wirtschaftsordnung schließen sich nicht aus. Es ist ein Staat nötig, der den Mut hat, sich gegen den Mainstream zu stellen und der klare Positionen vertritt.
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Wir erleben derzeit eine fundamentale Sinnkrise, die das Ende des Finanzkapitalismus markiert. Statt an kurzfristigen Kennzahlen müssen sich Unternehmen an Kunden, Mitarbeitern und der Gesellschaft orientieren.
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Zur Marktwirtschaft und zum weltweiten Wettbewerb gibt es keine Alternative. Allerdings ist eine Globalisierung ohne das Prinzip der Solidarität nicht zu verantworten.
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Die Anhänger des unregulierten Kapitalismus haben uns in die Krise gestürzt, weil sie ihren Stichwortgeber völlig falsch verstanden haben. Smiths Schriften betonen nicht einen blinden Glauben an den nackten Marktmechanismus - sondern auch die Bedeutung von Werten und Institutionen.
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In der Krise steht die soziale Marktwirtschaft vor einer historischen Bewährungsprobe. Wir müssen beweisen, dass dieses System den Ausgleich zwischen unternehmerischem Eigensinn und Gemeinwohl am besten sicherstellt.
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In der Krise könnte ein integriertes Europa mit einem Gegenmodell zum Protektionismus punkten. Aber je stärker die großen EU-Staaten von der Rezession getroffen werden, desto mehr denken sie in egoistischen Kategorien.
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Mit einem Wettlauf aus Subventionen, Kapitalspritzen und Protektionismus werden die EU-Staaten dieser Krise nicht entkommen. An freiem Markt und gerechtem Wettbewerb führt kein Weg vorbei.
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Die globale Krise verändert das Verhältnis von Markt und Staat fundamental. Nicht nur bekannte Institutionen greifen verstärkt ins Marktgeschehen ein. FTD.de gibt einen internationalen Überblick.
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Viele Menschen fällen wirtschaftliche Entscheidungen ohne das notwendige Wissen. Stattdessen handeln sie nach ihren Instinkten und stürzen sich kollektiv in wahnsinnige Abenteuer. Im ungebremsten Kapitalismus führt das auf Dauer in die Katastrophe - ohne den Staat geht es nicht.
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Russland stand bisher fest an der Seite des Assad-Regimes. Ob mit Waffen oder mit politischer Rückendeckung, Syrien konnte auf die Russen zählen. Das sollte Moskau schleunigst ändern. mehr
Die Bundeskanzlerin lehnt Eurobonds kategorisch ab. Vielleicht könnte sie den Plänen zu einer europäischen Einlagensicherung eher zustimmen? Das Vertrauen in die Banken würde steigen. mehr
Die Idee einer Wiedereinführung der Vermögensteuer mag populär sein, klug ist sie jedoch nicht. Denn der bürokratische Auffwand ist unabsehbar. Lohnenswerter wäre eine Reform der Erbschaftsteuer. mehr
Wann gilt ein bundesweites Tanzverbot? Existiert ein offizieller Vatertag? In Deutschland gibt es viele gesetzliche und kirchliche Feiertage: Was wissen Sie darüber?
An welchem Feiertag gilt ein gesetzliches Tanzverbot in Deutschland?
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Der neue Bundesumweltminister Peter Altmaier will mehr Tempo bei der Energiewende machen - eine Herkulesaufgabe. Die Kosten drohen auszuufern. Ein Zurück zur Atomkraft soll es aber nicht geben. mehr
Milliardenschwere Rettungsdarlehen allein helfen Griechenland nicht. Das Land braucht Hilfe bei Staatsaufbau und Korruptionsbekämpfung – wie ein Entwicklungsland. mehr
Nach einem erneuten Massaker an Zivilisten in der Protesthochburg Homs rückt Russland von dem syrischen Regime ab. Der US-Generalstabschef erwägt erstmals ein militärisches Vorgehen gegen Syrien. mehr
Sollten die Griechen die Drachme wieder einführen, wäre die Währungsunion nicht am Ende, sagt Commerzbank-Vorstand Zielke. Dennoch seien Vorbereitungen nötig - wie sie auch die Schweizer planen und wie der Reisekonzern TUI sie Hellas-Touristen empfiehlt. mehr
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