Dank der niedrigen Energie- und Lebensmittelpreise sind die Lebenshaltungskosten in Deutschland im Juni nur leicht gestiegen.
Laut Statistischem Bundesamt hat die Jahresteuerung bei 0,1 Prozent gelegen, bestätigte das Statistische Bundesamt am Donnerstag eine erste Schätzung. Binnen Monatsfrist stiegen die Verbraucherpreise um 0,4 Prozent.
"Die niedrige Inflationsrate ist nach wie vor durch besonders starke Preisschwankungen bei Mineralölprodukten geprägt", teilten die Statistiker mit. Obwohl der Preisverfall seit einigen Monaten gestoppt sei und sich zuletzt Kraftstoffe und Heizöl sogar wieder verteuert hätten, seien die Preise weiterhin deutlich unter dem Rekordniveau vom vergangenen Jahr.
Im Juli 2008 hatte ein Barrel Rohöl (159 Liter) in der Spitze knapp 150 $ gekostet - derzeit sind es gut 60 $. Ohne Energie hätte die Teuerungsrate bei 1,1 Prozent gelegen.
In Deutschland musste ein Durchschnittshaushalt für Lebensmittel weniger zahlen als noch vor einem Jahr, wenngleich das Minus mit 0,9 Prozent deutlich geringer ist als bei der Energie. Günstiger waren vor allem Molkereiprodukte wie Milch oder Quark, Speisefette und Gemüse zu haben, Fleisch und Fisch kosteten dagegen mehr als vor Jahresfrist.
Experten gehen davon aus, dass in den kommenden Monaten die Preise fallen könnten. Auch für das kommende Jahr sehen sie allenfalls eine geringe Teuerung.