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  FTD-Serie: Hessen hat gewählt

Die Wähler beenden die hessischen Verhältnisse: Das Land kann künftig von CDU und FDP regiert werden. Die Liberalen sind die großen Sieger, während das Wahljahr für die SPD mit einem Debakel beginnt. FTD.de berichtet vom Kampf um die Macht in Wiesbaden.

Merken   Drucken   19.01.2009, 10:14 Schriftgröße: AAA

Trotz Wahldebakel: Hessen-SPD zeigt sich unbeirrt  

Die Abgrenzung hat begonnen: Sogar Genossen werfen der hessischen SPD vor, ihre historische Niederlage selbst verschuldet zu haben. Doch deren Generalsekretär sieht keinen Korrekturbedarf - und Rot-rot halten auch andere Landesverbände weiter für eine Option.
Die hessische SPD sieht nach der Wahlniederlage vom Sonntag keine Notwendigkeit, sich neu aufzustellen. "Inhaltlich wird es keine Korrektur geben müssen", sagte der Generalsekretär der Landespartei, Norbert Schmitt, am Montag in Wiesbaden. Die Sozialdemokraten wollten unter neuer Führung ihren Rückstand auf die CDU in den kommenden fünf Jahren aufholen.
Schmitt machte vor allem die Unzufriedenheit der SPD-Wähler mit den "hessischen Verhältnissen" für das miserable Abschneiden seiner Partei verantwortlich: "Es gab Wut und Enttäuschung über den Ablauf der letzten zwölf Monate." Einen bundespolitischen Einfluss habe es nicht gegeben
Die SPD erlitt bei der Wahl am Sonntag eine historische Niederlage. Nur 23,7 Prozent der Hessen stimmten für die Sozialdemokraten. Das sind13 Prozent weniger als beim Urnengang vor einem Jahr und damit das schwächste Ergebnis der Nachkriegsgeschichte. In zwei Frankfurter Wahlkreisen landete die Partei bei den Zweitstimmen hinter CDU, FDP und Grünen nur noch auf Platz vier. Im Main-Taunus-Kreis reichte es gerade noch für Platz drei. Nur in Nordhessen konnten die Sozialdemokraten einige Wahlkreise behaupten.

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  • FTD.de, 19.01.2009
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