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Merken   Drucken   03.11.2012, 17:58 Schriftgröße: AAA

Umfrage zur Bundestagswahl 2013: Merkel hängt Steinbrück ab

Geht es nach einer neuen Umfrage, wäre das Rennen zwischen Merkel und Steinbrück um die Kanzlerschaft gelaufen. Der SPD-Kanzlerkandidat liegt weit abgeschlagen hinter der Amtsinhaberin. Der "Focus" rechnet genüsslich Steinbrücks Millionenhonorare als Redner vor.
© Bild: 2012 DPA/Tim Brakemeier
Geht es nach einer neuen Umfrage, wäre das Rennen zwischen Merkel und Steinbrück um die Kanzlerschaft gelaufen. Der SPD-Kanzlerkandidat liegt weit abgeschlagen hinter der Amtsinhaberin. Der "Focus" rechnet genüsslich Steinbrücks Millionenhonorare als Redner vor.

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück kommt nach einer Umfrage im direkten Vergleich mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf keinen grünen Zweig. Die Bundesbürger hielten Merkel für sympathischer, durchsetzungsfähiger und glaubwürdiger als Steinbrück, berichtete der "Focus" am Samstag unter Berufung auf eine Emnid-Umfrage.

Die CDU-Chefin vergrößerte auch ihren Vorsprung in der sogenannten Kanzlerfrage. Ende September wollten im Fall einer Direktwahl noch 46 Prozent der Befragten für Merkel und 37 Prozent für Steinbrück stimmen. Nun sind 51 Prozent für die Amtsinhaberin und nur noch 26 Prozent für ihren Herausforderer. Die Bundestagswahl findet nächstes Jahr im Herbst statt.

Kann Steinbrück Merkel besiegen?

 

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Steinbrück ist wegen gut bezahlter Vorträge in die Kritk geraten - unter anderem auch, weil der Bundestagsabgeordnete vielfach bei Sitzungen des Parlaments fehlte. Laut Recherchen des "Focus" erzielte der SPD-Politiker in dieser Wahlperiode Nebeneinkünfte von rund 2 Mio. Euro. Zu den 1,25 Mio. Euro für seine Vorträge kämen Buchhonorare von rund 550.000 Euro, errechnete das Magazin nach einenen Angaben selbst. Diese habe Steinbrück ausdrücklich nicht offengelegt - mit der Begründung, dass man ihm hier keine Abhängigkeiten unterstellen könne. Laut "Focus" erhielt Steinbrück allein für sein Erstlingswerk "Unterm Strich" 500.000 Euro. Für das Buch "Zug um Zug" habe der Verlag mehr als 100.000 Euro gezahlt, die sich Steinbrück mit dem Co-Autoren Helmut Schmidt teile.

Der Osten mag Steinbrück nicht

Kein Wunder, dass der SPD-Kanzlerkandidat beim Wähler nicht allzu beliebt ist. Noch größer ist die Schere zwischen Steinbrück und Merkel im Osten: Dort kann die Kanzlerin mit 60 Prozent, Steinbrück nur mit 18 Prozent rechnen, ergab die Umfrage, wie auch die Zeitschrift "Superillu" berichtete. Merkel gelte als deutlich kompetenter in der Europapolitik und bei der Sicherung der Sozialsysteme. Steinbrück könne immerhin in der Wirtschafts- und Finanzpolitik punkten.

62 Prozent der Bundesbürger halten die Kanzlerin in der Europapolitik für fähiger als Steinbrück, nur 17 Prozent sehen den SPD-Mann vorn. Selbst SPD-Anhänger trauen der CDU-Vorsitzenden hier mehr zu: 60 Prozent halten Merkel für besser, nur 28 Prozent sehen im eigenen Kandidaten den besseren Europapolitiker.

58 Prozent aller Befragten halten Merkel für durchsetzungsfähiger als Steinbrück (24 Prozent). In Sachen Glaubwürdigkeit liegt die Kanzlerin mit 48 Prozent klar vor dem SPD-Politiker (21 Prozent). 50 Prozent meinen, Merkel sei sympathischer als ihr Herausforderer. Nur 21 Prozent sehen das andersherum. Bei den Frauen sind die Werte für Steinbrück noch schlechter.

Allein in der Wirtschafts- und Finanzpolitik kommt Steinbrück besser weg. Ihn halten 42 Prozent der Befragten für kompetenter, 37 Prozent Merkel.

  • dpa, 03.11.2012
    © 2012 Financial Times Deutschland
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