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Der Emissionshandel basiert auf der Idee, dass Unternehmen, die viel CO2 ausstoßen, Zertifikate von Firmen kaufen müssen, deren Produktion weniger dem Klima schadet - eine Tonne CO2 für ein Zertifikat. Dadurch sollen Klimasünder motiviert werden, stärker auf die eigenen CO2-Emissionen zu achten.
Den Handel innerhalb der Europäischen Union gibt es seit 2005. Bislang sind davon nur energieintensive Branchen betroffen, also Energieversorger und die Schwerindustrie. In Deutschland sind diese für rund die Hälfte aller CO2-Emissionen verantwortlich. Zuletzt wurden neue Zertifikate im Jahr 2008 an die Unternehmen verteilt, hauptsächlich kostenlos aus Rücksicht auf Wettbewerbsfähigkeit der Firmen.
Eine am Dienstag vorgestellte Studie der britischen NGO Sandbag zeigt nun, dass die Industrie in den vergangenen Jahren sogar mehr Zertifikate erhalten hat, als sie überhaupt CO2 ausgestoßen hat. Demnach haben allein zehn Unternehmen zwischen 2008 und 2010 rund 60 Millionen überschüssige Zertifikate angehäuft - bei 13 Euro pro Stück wäre das ein Wert von rund 800 Mio. Euro.